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Wettberger wünschen sich mehr Verkehrssicherheit

Wettbergen Wettberger wünschen sich mehr Verkehrssicherheit

Trotz anstehender Straßenbauarbeiten gibt es nicht mehr Maßnahmen gegen Schleichverkehr und Raser. Der Bezirksrat fordert auf Vorschlag der CDU einhellig, dass die Stadt mobile Geschwindigkeitsanzeigen aufstellt.

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Die Kreuzung In der Rehre/Bergfeldstraße wird nach dem Umbau durch eine neue Ampelanlage entschärft. Anderenorts ändert sich in Wettbergen vorerst nichts.

Wettbergen. Voraussichtlich im Juni will die Stadt Pläne zur Umgestaltung der Straße In der Rehre vorlegen. Wettberger wie Bernd Bergmann äußern diesbezüglich ihre Wünsche: „Viele Auto- und Lkw-Fahrer nutzen die Straße als Schleichweg“, kritisiert er. Wer Staus auf der Hamelner Chaussee oder der Göttinger Chaussee umgehen will, sucht oftmals seinen Weg durch Wettbergen. In dem Stadtteil gibt es auch an anderen Stellen viel Kritik an den Verkehrsverhältnissen. Autofahrer, die Abkürzungen suchen, sind da nur ein Ärgernis. Ein anderes Dauerthema sind Raser. Wesentliche Verbesserungen seitens der Stadt sind indes nicht in Sicht.

Noch ist das Land Niedersachsen am Zug. Sie verlegt die Einmündung von In der Rehre in die Göttinger Chaussee ein Stück nach Norden. Der Umbau gehört zu den Straßenbauvorhaben, die mit der neuen Ortsumgehung für Hemmingen einhergehen und dauert voraussichtlich bis Juni - einige Wochen länger als geplant. An der restlichen Trasse will die Stadt demnächst ebenfalls Veränderungen vornehmen. Die Straße muss mehr Verkehr aufnehmen, weil die Bauarbeiten im benachbarten Wohngebiet Zero:e-Park vor ihrem Abschluss stehen und immer mehr Menschen dorthin ziehen. Es werde Zeit, dass die Straße In der Rehre weniger attraktiv für den Schleichverkehr werde, sagt Bergmann. Die Stadt solle, so findet er, die anstehenden Umbauarbeiten dafür nutzen. Bergmanns Forderung wird vermutlich bei den Stadtplanern wenig Anklang finden. „Es ist eine Hauptstraße, insofern sind keine Maßnahmen möglich, die den Durchgangsverkehr oder den Lkw-Verkehr reduzieren“, sagt Stadtsprecherin Anne Ruhrmann auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers.

Die CDU-Fraktion rückte in der jüngsten Sitzung des Bezirksrates Ricklingen die Sicherheit von Fußgängern in den Fokus. Sie wollte von der Stadt wissen, ob es künftig auch mehr Querungsmöglichkeiten geben werde. Das ist immerhin geplant. Es wird eine Fußgängerinsel in Höhe des Zero:e-Parks geben. Und an der Kreuzung In der Rehre, Bergfeldstraße und Poggendiek wird nach dem Umbau erstmals eine Ampel den Verkehr für Autofahrer und Fußgänger regeln. Damit wäre auch eine unsichere Stelle entschärft, die auf Anwohner Bergmanns Kritikliste steht - wegen der nahen Grundschule Wettbergen.

Im alten Ortskern von Wettbergen wird es vorerst keine weiteren Veränderungen geben. Die Hauptstraße wurde 2014 für 365 000 Euro umgebaut. An der Kreuzung zum Geschäftszentrum An der Kirche bremst eine Aufpflasterung den Verkehr. Ansonsten aber hat die Hauptstraße jenen Autofahrern wenig entgegenzusetzen, die gern aufs Gaspedal treten. „Stellenweise ist Tempo 30 vorgegeben, es wird dennoch mit hoher Geschwindigkeit durchgebrettert“, erzählt Anwohner Bergmann. Auch die Ortsfeuerwehr kritisiert diesen Umstand; immerhin trainiert ihre Jugendabteilung am Feuerwehrhaus neben der Hauptstraße.

Der Bezirksrat forderte jüngst auf Vorschlag der CDU einhellig, dass die Stadt mobile Geschwindigkeitsanzeigen aufstellt - in der Hoffnung, dass sich die Autofahrer mehr an die Vorgaben halten. Weitere Pläne zur Verkehrsberuhigung hat die Stadt derzeit nicht parat. Das gilt auch für andere Seitenstraßen, die gern als Abkürzungen von Durchreisenden genutzt werden. Wie die Straße Auf dem Kampe zum Beispiel, wo Anwohner bereits voriges Jahr Messungen veranlasst haben, die Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern nachgewiesen haben - in einer schmal gebauten Tempo-30-Zone. „Unsere Klage gegen die Stadt läuft“, sagt Ilona Swoboda. Gemeinsam mit ihrem Mann fordert sie einen Spiegel, damit beide das eigene Grundstück verlassen können, ohne Gefahr zu laufen, von Autos und Radfahrern angerempelt zu werden. Darauf ließ sich die Stadt nicht ein und sie will auch keine Aufpflasterungen vornehmen. Von Marcel Schwarzenberger

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Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Wettbergen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 6. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363) Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte : Erstmals wurde Wettbergen 1055 erwähnt. Der Name stammt vom altsächsischen Wort Hvat (= scharf) und bedeutet soviel wie Ortschaft am steilen Hang. Der Ort wurde am 1. März 1974 im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Hannover eingemeindet.
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