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Müll auf verwaistem Grundstück stört Politiker

In der Erythropelstraße Müll auf verwaistem Grundstück stört Politiker

Die Grünen finden deutliche Worte. Sie sprechen von „Mülldeponie“ und „Verschandelung“ - damit meinen sie ein verwaistes Grundstück in der Erythropelstraße 63. Dieses hat in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

Erythropelstraße 63, Hannover 52.33288 9.78183
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Verwaist: Zurzeit lagert zumindest kein Müll auf dem Gelände.

Quelle: Michael Zgoll

Hannover. Wie die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in einer Anfrage an die Stadt anmerkte, ist das Areal, das früher einem Gebrauchtwagenhändler gehörte, seit Jahren ungenutzt. Im Laufe der Zeit sind dort diverse Büsche und Birken in die Höhe geschossen, und immer wieder werden Abfälle aller Art bis hin zu Elektrogroßgeräten abgeladen. Die Verwaltung werde nun Kontakt zu dem Grundstücksbesitzer aufnehmen, versicherte Bezirksratsbetreuerin Gundula Müller.

Das private Unternehmen solle auf den „unbefriedigenden Umstand hingewiesen“ und „zu seinen Absichten zur Nutzung des Grundstücks und zur Bereinigung der Situation befragt“ werden. Die vorsichtigen Formulierungen, die Gundula Müller gegenüber den Bezirksratspolitikern wählte, geben allerdings einen deutlichen Hinweis darauf, dass die Stadt wenig Druckmittel hat, auf eine alternative Nutzung der Brachfläche hinzuwirken. Das zeigte sich auch in den weiteren Ausführungen der Bezirksratsbetreuerin.

Absage an Wohnhausbau

So erteilte sie dem Vorschlag der Grünen, auf dem Grundstück an der Erythropelstraße 63 Wohnhäuser zu bauen, auch gleich in der Sitzung eine Absage. Zunächst einmal sei dieses Gelände laut Bebauungsplan Gewerbegebiet, erklärte sie. Zum anderen komme eine Wohnbebauung auch deshalb nicht in Betracht, weil es in dieser Gegend viel zu laut sei. So ist die Nord-Süd-Trasse der Eisenbahn nur gut 50 Meter entfernt. Außerdem befindet sich auf der anderen Straßenseite der Entsorgungsbetrieb Bufe, der ebenfalls einigen Lärm verursacht und bei Reihenhaus-Nachbarn sicher nicht wohlgelitten wäre.

Eine Stippvisite des Stadt-Anzeigers an der Erythropelstraße ergab, dass die Brache offenbar vor Kurzem aufgeräumt wurde - es fällt dort jedenfalls erheblich weniger Müll ins Auge als in den Wochen zuvor. Doch ob dieser Zustand von Dauer sein wird, muss sich erst noch zeigen.

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Wülfel in Zahlen
  • Stadtbezirk : Döhren-Wülfel, 8. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 33.593
  • Einwohner je Stadtteil: Döhren (13.277 Einwohner), Mittelfeld (8.166 Einwohner), Seelhorst (3.844 Einwohner), Waldhausen (2.136 Einwohner), Waldheim (1.815 Einwohner) und Wülfel (4.355 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 2.035 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahl : 30519
  • Markantes aus der Geschichte : Kirchenbauten in Wülfel lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Ursprünglich gab es eine um 1350 errichtete Kapelle, an deren Standort 1911 ein Nachfolgebau im neugotischen Backsteinstil entstand. 1859 wurde die Brauerei Wülfel gegründet und hatte hier ihren Sitz bis in die 1990er Jahre. Das Unternehmen wurde 1992 von der Gilde Brauerei gekauft, die alten Gebäude wurden größtenteils abgerissen.
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