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Wülferode Was wird aus dem Feuerwehrgerätehaus?
Hannover Aus den Stadtteilen Wülferode Was wird aus dem Feuerwehrgerätehaus?
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02:15 04.06.2016
Das Feuerwehrgerätehaus in Wülerode ist ein Sanierungsfall. Quelle: Mario Moers
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Wülferode

„Der Innenausbau ist total verschlissen. Die Fenster und Türen undicht und abgängig und das Gebäude ist ungedämmt und nicht beheizbar“, teilte die Verwaltung schon damals mit. Seitdem hat sich der Zustand nicht verbessert und das geschichtsträchtige Haus steht immer noch leer. Ein Zukunftskonzept für das Gebäude gibt es nicht.

Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode will endlich Bewegung in die Sache bringen. Schon im März fragte die SPD-Fraktion nach dem aktuellen Sachstand. „Da das Gebäude für städtische Nutzung ungeeignet ist, soll es veräußert werden“, teilte Bezirksratsbetreuerin Emine Yilmaz damals mit.

Einen SPD-Vorschlag, nachdem das ehemalige Gerätehaus jungen Musikern zum Proben zur Verfügung gestellt werden soll, wies die Stadt zurück. „Für eine weitere Nutzung muss saniert werden“, sagte Yilmaz. Aufgrund des Bauzustandes würden einfache Reparaturarbeiten nicht mehr ausreichen. Doch für eine Rundumerneuerung fehlen der Stadt die nötigen Haushaltsmittel. „Aufgrund der Vielzahl von Pflichtaufgaben, wie Schaffung von Kitaplätzen, Ganztagsschulen und Gymnasien sowie von Flüchtlingswohnheimen, stehen weder finanzielle Mittel noch Kapazitäten für die Bauausführung zur Verfügung“, begründete Yilmaz den Stillstand. Die Stadt führe notwendige Bauunterhaltungsmaßnahmen nur dann durch, wenn sie erforderlich sind.

Nach Erkenntnissen der CDU-Fraktion sind derartige Maßnahmen dringend erforderlich. „Dem Vernehmen nach regnet es seit vielen Monaten wegen eines Bagatellschadens in den Turm hinein“, heißt es in einem CDU-Antrag. Weil derartige Baumängel große Folgeschäden nach sich ziehen können, müssten sie schnellstmöglich repariert werden. Die Christdemokraten fordern daher „umgehend substanzsichernde Instandhaltungsmaßnahmen, um einen erheblichen Schaden von dem historischen Bauwerk abzuwenden“.

Schon in der vergangenen Bezirksratssitzung hatte die CDU-Fraktion diese Forderung als Dringlichkeitsantrag vorgelegt. Die rot-grüne Mehrheit drückte jedoch auf die Bremse und erkannte die Dringlichkeit nicht an. Jetzt steht der CDU-Antrag bei der Sitzung am nächsten Mittwoch im Bemeroder Rathaussaal erneut auf der Tagesordnung und kommt voraussichtlich auch zur Abstimmung.

Christian Link

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