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Mit dieser Aktion hilft der Seilgarten Terre des hommes

Zooviertel Mit dieser Aktion hilft der Seilgarten Terre des hommes

Zum 50. Geburtstag von Terre des hommes hat sich der Seilgarten am Wakitu-Spielplatz etwas besonderes einfallen lassen. Mit einem Sonderprogramm samt Sprungbrett in 15 Metern Höhe und versteckten Schätzen sammelt der Verein Spenden für die Kinderhilfsorganisation. Am Ende kommen über 1000 Euro zusammen.

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Ein kurzes Innehalten vor dem Sprung, bevor es dann rasant hinabgeht. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß im Seilgarten.

Quelle: Sonja Steiner

Hannover. Geklettert ist Vitus noch nie so hoch. Jetzt will er es im Seilgarten neben dem Wakitu-Spielplatz in der Eilenriede versuchen. Es ist ein ganz besonderer Tag, denn die Kinderhilfsorganisation Terre des hommes wird 50 Jahre alt und hat unter dem Motto „Wie weit würdest du gehen?“ Unternehmen und Organisationen zu Spendenaktionen aufgerufen. Der Seilgarten in Hannover feiert zusammen mit 53 anderen in ganz Deutschland mit und sammelt Spenden für die Arbeit der Organisation - zusammen mit dem Wakitu-Spielplatz, auf dem sich auch die Feuerwehr Buchholz mit einem Löschfahrzeug präsentiert. Der Eintritt ist an diesem strahlenden Sonntag frei, und das zehnköpfige Team arbeitet heute ehrenamtlich, wie Anke Olbrischewski berichtet. Sie ist eine der Kletterexperten des Vereins Erlebnispädagogik und Jugendsozialarbeit, die an diesem Tag auch den Erwachsenen zu berauschenden Ausblicken in die Baumwipfel und mutigen Sprüngen zwischen den Bäumen verhelfen.

„Wir wurden von Terre des hommes gefragt, ob wir mitmachen, und da wir als Verein nicht spenden können, haben wir uns dieses Programm ausgedacht“, erläutert sie. Jeder, der klettern möchte, kann ein selbst gestecktes Ziel nennen und dafür spenden - oder spenden lassen. Ein Ziel ist es, Schätze in luftiger Höhe zu erbeuten. „Dafür haben wir an den Stationen kleine Glasnuggets in Beuteln befestigt, die man herausnehmen kann“, berichtet Olbrischewski weiter und blickt nach oben. Tatsächlich, an manchem Baumstamm blitzt es weiß in gefühlt 30 Metern Höhe. Ganz so hoch ist es allerdings nicht: Die höchste Station für ganz Mutige (und nur für Erwachsene) ist ein Sprungbrett in 15 Meter Höhe. „Das haben wir heute extra im Programm, mal sehen, ob sich jemand findet - für 10 Euro Spende“, schmunzelt die Erlebnispädagogin und deutet auf eine kleine behelmte Menschenmenge. „Ich muss jetzt die Einweisung machen.“ Ganz wichtig dabei sei die Kommunikation zwischen dem Kletternden und dem Sichernden - und natürlich Vertrauen und Selbstvertrauen. Wer will, kann auch zu zweit auf der „swinging bridge“, der schwingenden Brücke zwischen den Bäumen, balancieren. Nachdem seine Eltern es vorgemacht haben, möchte Vitus es mit seiner Schwester Marleen ausprobieren. „Ich bin vor drei Jahren schon mal geklettert. Damals war es mehr Überwindung, weil ich eigentlich Höhenangst habe“, meint die 17-Jährige.

Der Seilgarten hat sich inzwischen gefüllt. „Wir haben 130 Anmeldungen, damit sind wir voll“, erklärt Projektleiter Bastian Kaspert. „Und hier haben wir jemanden, der springen will“, sagt er grinsend und weist auf einen jungen Mann neben sich. Dann klettert er flink nach oben zum Sprungbrett und bereitet die Sicherungsseile vor. „Ich bin schon mal gesprungen, es ist echt cool“, meint Moritz (24) lässig und klettert nach oben. Mit einem Schrei springt er und schwingt in großem Bogen hin und her. „Wow, darf ich noch mal?“, meint er etwas atemlos, als er wieder Boden unter den Füßen hat. Anders ergeht es Vitus: Er klettert wieder hinab, ohne auf dem Balken balanciert zu sein. „Ich war einfach zu klein und konnte mich deshalb nicht bei meiner Schwester an den Schultern festhalten“, meint er etwas bedrückt. Vielleicht startet er einen neuen Versuch im kommenden Jahr.

Für den Seilgarten geht ein erfolgreicher Tag zu Ende: Genau 1045,93 Euro werden am Abend gezählt, die Kindern in Not zugutekommen.

Von Sonja Steiner

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Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Zooviertel in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 34.040
  • Einwohner je Stadtteil: MItte (9.418 Ew.), Calenberger Neustadt (6.556 Ew.), Oststadt (13.695 Ew.) und Zoo (4.371 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner/km²
  • Postleitzahlen : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Markantes aus der Geschichte : Der spätere Reichspräsident Paul von Hindenburg lebte von 1919 bis 1925 im Stadtteil Zoo, woraus sich die heute noch vereinzelt verwendete Bezeichnung Hindenburgviertel ableitete.
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