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Zooviertel Schüler sprechen über die Atombombe
Hannover Aus den Stadtteilen Zooviertel Schüler sprechen über die Atombombe
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00:15 03.10.2017
Der Politologe Roland Freitag beantwortet Fragen der Schüler. Quelle: Swantje Schurig
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Hannover

Gespannte Stille herrscht in der Aula des Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasiums, als Bürgermeister Thomas Hermann von seinem Aufenthalt in Hiroshima und Nagasaki berichtet: „Meine Besuche haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an dieses schreckliche Ereignis an die junge Generation weiterzugeben.“

Das Grußwort des Bürgermeisters leitet die Veranstaltung „No more Hiroshimas!“ zum internationalen Weltfriedenstag ein. Das Thema des Atombombenabwurfs in Hiroshima wurde in der 11. Jahrgangsstufe im Unterricht behandelt und aufbereitet. Auch Hannovers Partnerschaft mit Hiroshima war zentrale Motivation, den Schülern die Schrecken atomarer Waffen näherzubringen.

Auch Thomas Hermann engagiert sich unter der Fahne der „Mayors for Peace“ für die Atombombenabrüstung: „Der Gedanke, dass die Welt durch Atomwaffen sicherer geworden ist, hat sich für mich als falsch ergeben“, sagt er in seinem Grußwort.

Haben Atomwaffen überhaupt etwas Gutes?

Dieses Thema ist auch Gegenstand der anschließenden durch Politologe Roland Freitag geleiteten Diskussionsrunde. Haben Atomwaffen, die so viel Leid nach sich ziehen, überhaupt etwas Gutes? Argumente seitens der Schüler sind nicht nur durch Statistiken und Zahlen gestützt, sondern auch durch einen Zeitzeugenbericht. Henrik Herwig leitete den Film, der einige überlebenden Opfer des Atombombenabwurfs zu Wort kommen lässt, ein: „Während meines Praktikums im Mayors-for-Peace-Büro in Hiroshima waren es vor allem die Gespräche mit den Opfern, die mich berührt haben.“

Roland Freitag führt die Veranstaltungsteilnehmer anschließend an die Zeitzeugenberichte durch die Daten und Fakten eines Atomkrieges - nicht ohne die Schüler immer mit Nachfragen in die Präsentation miteinzubeziehen.

Diagramme und Tabellen verdeutlichen das Ausmaß an Verwüstung, das der Atombombenabwurf nach sich zog. Sie klagen jedoch auch Staaten wie Amerika an, die mit 1039 Atomwaffentests die Hälfte der Atombombenversuche weltweit für sich verbuchen.

Von Swantje Schurig

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