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Schüler sprechen über die Atombombe

Zooviertel Schüler sprechen über die Atombombe

Der elfte Jahrgang des Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasiums hat sich ausführlich mit dem Atombombenabwurf in Hiroshima beschäftigt. Und das nicht nur im Unterricht. Auch in einer Expertenrunde, unter anderem mit Bürgermeister Thomas Hermann, der Hiroshima und Nagasaki persönlich bereiste, wurde diskutiert.

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Der Politologe Roland Freitag beantwortet Fragen der Schüler.

Quelle: Swantje Schurig

Hannover. Gespannte Stille herrscht in der Aula des Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasiums, als Bürgermeister Thomas Hermann von seinem Aufenthalt in Hiroshima und Nagasaki berichtet: „Meine Besuche haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an dieses schreckliche Ereignis an die junge Generation weiterzugeben.“

Das Grußwort des Bürgermeisters leitet die Veranstaltung „No more Hiroshimas!“ zum internationalen Weltfriedenstag ein. Das Thema des Atombombenabwurfs in Hiroshima wurde in der 11. Jahrgangsstufe im Unterricht behandelt und aufbereitet. Auch Hannovers Partnerschaft mit Hiroshima war zentrale Motivation, den Schülern die Schrecken atomarer Waffen näherzubringen.

Auch Thomas Hermann engagiert sich unter der Fahne der „Mayors for Peace“ für die Atombombenabrüstung: „Der Gedanke, dass die Welt durch Atomwaffen sicherer geworden ist, hat sich für mich als falsch ergeben“, sagt er in seinem Grußwort.

Haben Atomwaffen überhaupt etwas Gutes?

Dieses Thema ist auch Gegenstand der anschließenden durch Politologe Roland Freitag geleiteten Diskussionsrunde. Haben Atomwaffen, die so viel Leid nach sich ziehen, überhaupt etwas Gutes? Argumente seitens der Schüler sind nicht nur durch Statistiken und Zahlen gestützt, sondern auch durch einen Zeitzeugenbericht. Henrik Herwig leitete den Film, der einige überlebenden Opfer des Atombombenabwurfs zu Wort kommen lässt, ein: „Während meines Praktikums im Mayors-for-Peace-Büro in Hiroshima waren es vor allem die Gespräche mit den Opfern, die mich berührt haben.“

Roland Freitag führt die Veranstaltungsteilnehmer anschließend an die Zeitzeugenberichte durch die Daten und Fakten eines Atomkrieges - nicht ohne die Schüler immer mit Nachfragen in die Präsentation miteinzubeziehen.

Diagramme und Tabellen verdeutlichen das Ausmaß an Verwüstung, das der Atombombenabwurf nach sich zog. Sie klagen jedoch auch Staaten wie Amerika an, die mit 1039 Atomwaffentests die Hälfte der Atombombenversuche weltweit für sich verbuchen.

Von Swantje Schurig

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Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Zooviertel in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 34.040
  • Einwohner je Stadtteil: MItte (9.418 Ew.), Calenberger Neustadt (6.556 Ew.), Oststadt (13.695 Ew.) und Zoo (4.371 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner/km²
  • Postleitzahlen : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Markantes aus der Geschichte : Der spätere Reichspräsident Paul von Hindenburg lebte von 1919 bis 1925 im Stadtteil Zoo, woraus sich die heute noch vereinzelt verwendete Bezeichnung Hindenburgviertel ableitete.
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