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Zoo fällt für neuen Eingang mehr Bäume als geplant

Zooviertel Zoo fällt für neuen Eingang mehr Bäume als geplant

Im Zuge der Bauarbeiten zum neuen Eingangsgebäude hat der Zoo Hannover vier Bäume gefällt, einen weiteren verpflanzt. Dabei sollte der Baumbestand so weit wie möglich erhalten bleiben. Nur der vielleicht hässlichste aller Zoobäume, eine absterbende Eiche ohne Krone, bleibt stehen. In ihr wohnt eine vom Aussterben bedrohte Käferart.

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Mehr Kahlschlag als gedacht: Die Vorbereitungen zum Umbau des Zoo-Einganges laufen.

Quelle: Michael Wallmüller

Hannover. Baumfällarbeiten auf dem Zoogelände haben Naturfreunde irritiert. Die Planungen für das neue Eingangsgebäude hatten eigentlich vorgesehen, den vorhandenen Baumbestand so weit wie möglich zu erhalten und ihn als Gestaltungselement des Vorplatzes zu nutzen. So ganz hat das nicht geklappt. Nach Angaben von Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff standen eine Eiche und ein Ahorn im Bereich des vorgesehenen Gebäudes. Auch eine Rosskastanie und eine Rotbuche mussten weichen. Eine zweite Eiche ist nicht umgesägt, sondern nach Meyers Hof verpflanzt worden.

„Diese Entscheidung hat sich niemand leicht gemacht“, sagt Casdorff. Sie sei in Zusammenarbeit mit Sachverständigen der Landwirtschaftskammer und des städtischen Grünflächenamtes getroffen worden. Der Zoo werde für die entfernten Bäume an geeigneter Stelle Ersatz pflanzen.

Erhalten bleibt der hässlichste aller Zoobäume, eine absterbende Eiche ohne Krone. Dort lebt mit dem Heldbockkäfer eine vom Aussterben bedrohte und somit streng geschützte Insektenart. „Der Baum wird integraler Bestandteil des neuen Eingangs - sozusagen das erste Gehege, auf das die Besucher treffen“, verspricht Casdorff.

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Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Zooviertel in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 34.040
  • Einwohner je Stadtteil: MItte (9.418 Ew.), Calenberger Neustadt (6.556 Ew.), Oststadt (13.695 Ew.) und Zoo (4.371 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner/km²
  • Postleitzahlen : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Markantes aus der Geschichte : Der spätere Reichspräsident Paul von Hindenburg lebte von 1919 bis 1925 im Stadtteil Zoo, woraus sich die heute noch vereinzelt verwendete Bezeichnung Hindenburgviertel ableitete.
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