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Zooviertel soll Verkehrsplan bekommen

Mitspracherecht für Anwohner Zooviertel soll Verkehrsplan bekommen

Zugeparkte Gehwege und ein Parkhaus, in dem etliche Plätze frei sind - die Verkehrssituation im Zooviertel ist paradox. Der Bezirksrat Mitte fordert die Stadt Hannover auf, zusammen mit dem Zoo und dem Hannover Congress Centrum (HCC) ein neues Verkehrskonzept für das gesamte Quartier zu erarbeiten.

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Dass Autofahrer ungern Parkhäuser benutzen, zeigt auch das Zoo-Parkdeck. Während der Parkplatz gut gefüllt ist, herrscht gähnende Leere auf dem Parkhaus.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Auch Anwohner sollen ein Wort mitreden dürfen, darauf legen insbesondere CDU und FDP wert. Dass die Verkehrsprobleme im Viertel nicht von heute auf morgen zu erledigen sind, ist dem Gremium klar. „Damit wird sich der neue Bezirksrat nach der Kommunalwahl im September beschäftigen“, sagt CDU-Vertreter Joachim Albrecht. SPD und Grüne haben schon jetzt mehrere Vorschläge auf den Tisch gelegt, wie das Viertel entlastet werden kann.

Mehr Besucher sollen ins HCC-Parkhaus in der Schackstraße geleitet werden. Vor allem an Wochenenden kurven etliche Zoogäste durch die engen Straßen, immer auf der Suche nach der kleinsten Lücke. „Auch Konzertbesucher haben offenbar das bisschen Geld nicht übrig, ihr Auto im Parkhaus abzustellen“, sagt der Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat Mitte, Martin Nebendahl. Tatsächlich sind die Parkgebühren keineswegs hoch. Eine Stunde Parkzeit kostet einen Euro, für 3,50 Euro kann man ein Tagesticket lösen. „Das ist eines der günstigsten Parkhäuser in Hannover“, meint FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.

Parkhaus soll besser angenommen werden

Damit das Parkhaus besser angenommen wird und die Nebenstraßen entlastet werden, wünscht sich Rot-Grün ein „optimiertes Parkleitsystem“. Zoobesucher sollen direkt zum Parkdeck in der Schackstraße gelotst werden. Zudem müsse die Anreisemöglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln intensiver beworben werden als bisher. SPD und Grüne schlagen vor, das Parkhaus in der Schackstraße in Parkhaus Zoo2/HCC umzubenennen, um die Zugehörigkeiten zu den beiden Besuchermagneten herauszustellen. Wie viele Parkplätze noch frei sind, soll künftig über die Homepage des Zoos erkennbar sein.

Zugleich will Rot-Grün verhindern, dass die engen Straßen im Zooviertel regelmäßig zugestellt werden. „Illegales Parken wollen wir erschweren, dazu sind Poller nötig“, sagt Grünen-Chef Nebendahl. Der Gehweg entlang der Mars-la-Tour-Straße müsse so gesichert sein, dass Fußgänger nicht mehr behindert werden. Pollerreihen sollen die Einmündungen an der Schackstraße und an der Lüerstraße freihalten.

SPD und Grüne wollen Verkehr zählen

Um das Verkehrsaufkommen im Zooviertel besser einschätzen zu können, schlagen SPD und Grüne vor, den Verkehr zu zählen. „Dabei sollen auch Fahrradfahrer berücksichtigt werden, denn die Radwege an der Eilenriede sind an Wochenenden meist überfüllt“, sagt Nebendahl. Womöglich müsse man für Radwege mehr Fläche einplanen.

Verkehrszähler haben schon vor zwei Jahren dem Zooviertel einen Besuch abgestattet. Damals bewerteten die Gutachter die Situation als „eher unkritisch“. Lediglich an Wochenenden und während einer Großveranstaltung im HCC wurde das Quartier zugeparkt, im Parkhaus waren noch Plätze frei. Daraus folgerten die Verkehrsexperten, dass das Parkhaus bekannter werden müsse. Zudem solle die Stadt darüber nachdenken, auf Parkgebühren zu verzichten.

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Zooviertel in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 34.040
  • Einwohner je Stadtteil: MItte (9.418 Ew.), Calenberger Neustadt (6.556 Ew.), Oststadt (13.695 Ew.) und Zoo (4.371 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner/km²
  • Postleitzahlen : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Markantes aus der Geschichte : Der spätere Reichspräsident Paul von Hindenburg lebte von 1919 bis 1925 im Stadtteil Zoo, woraus sich die heute noch vereinzelt verwendete Bezeichnung Hindenburgviertel ableitete.
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