„Die Wasserspiele sind immer am schönsten“, sagt Heinz Delventhal. Vom Spielfeldrand aus beobachtete der 80-Jährige die Bemühungen der Teams, möglichst viele Punkte zu ergattern. Als SSV-Vorsitzender hatte er den Spaßwettbewerb einst ins Leben gerufen – um die einzelnen Sparten, zwischen denen es ein wenig gekriselt hatte, wieder zusammenzubringen. Schon beim zweiten Durchlauf wurden die Schützen mit ins Boot geholt – und mit den Jahren erweiterte sich der Cup zu einem Wettkampf, dem sich alle Thönser Vereine stellen können. Darüber sei er heute richtig froh, meint Delventhal.
In diesem Jahr hat die Feuerwehr die Organisation übernommen, die am vergangenen Sonnabend selbst mit drei Mannschaften antrat. Treckerfreunde, Reitsportgemeinschaft Roggenhof, Schützen, Tischtennisverein, Gymnastik- und Badmintonsparte des SSV gingen mit an den Start.
Einen Ball mit dem Handtuch über ein Seil schleudern und auf der anderen Seite auffangen und Gummistiefel-Weitwurf: Die ersten beiden Spiele waren harmlos im Vergleich zum „Pendel des Todes“, einer Prüfung, die sich die Badmintonspieler ausgedacht hatten und bei dem die ersten Hosenbeine baden gingen.
Mit Schafwolle prall gefüllte, hin und her pendelnde Jutesäcke versuchten die Kandidaten daran zu hindern, über eine am Boden liegende, schmale Planke zu balancieren, ohne daneben zu treten. Wer getroffen wurde, verlor leicht das Gleichgewicht – und trat auch schon mal in die Planschbecken nebenan.
Auch Jackie Eggers von der Feuerwehr hatte sich eine feucht-fröhliche Aufgabe ausgedacht: Eine an den Oberschenkel gebundene und mit Wasser gefüllte Flasche musste in einen Eimer ausgeleert werden – ohne sie abzunehmen. Die Mannschaftkollegen packten mit an und hievten die Flaschenträger in eine Position, aus der das Wasser floss.
Den Wanderpokal trugen die Badmintonspieler nach Hause. Am zweitbesten schlugen sich die Treckerfreunde, gefolgt von den „Knackis“. So nannten sich die Männer des Tischtennisvereins, die in nicht ganz vollständiger Sträflingsmontur antraten. Die Mützen waren in der Wäsche eingelaufen.
Ariane Arndt