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Altenhagen

Vereine debattieren über Miete für Dorfgemeinschaftshaus

Von Andreas Zimmer

Müssen Vereine für die Nutzung eines Dorfgemeinschaftshauses zahlen, wenn sie in der Ortschaft sonst keine Möglichkeiten haben sich zu treffen? In Altenhagen wird diese Frage nächste Woche mit der Ortsbürgermeisterin diskutiert.

Ulrike Bornscheuer, Ortsbürgermeisterin in Altenhagen, hat die Vereine und Verbände des Stadtteils für Montag, 31. Januar, 19.30 Uhr, ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Anlass dafür ist die Beteiligung an den Ausgaben. So sieht es das Haushaltskonsolidierungskonzept für alle Dorfgemeinschaftsräume im Stadtgebiet vor. Bisher nahm die Stadt in den fünf Häusern jährlich etwa 2700 Euro Miete ein, künftig sollen es rund 10.000 Euro sein.

In Altenhagen gibt es seit einem Jahr kein Gasthaus mehr, auch sonst steht kein Saal für Versammlungen zur Verfügung. Die Einwohner weichen deshalb auf das 1991 errichtete Dorfgemeinschaftshaus aus, für das die Stadt zuständig ist. Viele Vereine hatten sich beim Bau engagiert, nun sollen sie zahlen. Geplant ist auch eine höhere Gebühr für Privatnutzer.

An dem Diskussionsabend am Montag nimmt Reinhardt Müller teil, der Leiter des städtischen Fachdienstes Ordnung und Verkehr. Das Ergebnis des Abends bildet die Diskussionsgrundlage für den Ortsrat, der am Montag, 14. Februar, 19.30 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus tagt.

Müller sagte am Dienstag, nach dem bisherigen Stand werde es unterschiedliche Regelungen je nach Stadtteil geben. Die Standorte und die Nutzungen könnten nicht in eine einheitliche Satzung gefasst werden. Wann die neuen Mietsätze zu zahlen sind, sei unklar. Der Kulturausschuss werde sich wieder mit dem Thema befassen und auch klären, ob alle Häuser und Räume den Ortsräten übertragen werden sollen. Die nächste Sitzung ist am 15. März.

So haben die Ortsräte bislang entschieden (die Zuständigkeit ist in der Klammer genannt):

  • Alferde (Dorfgemeinschaftshaus, Ortsrat): Votum für eine Kostenbeteiligung und Erhöhung, aber Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit soll kostenfrei sein. Die Höhe der Beiträge soll in der nächsten Sitzung geklärt werden.
  • Gestorf (Dorfgemeinschaftsraum, Ortsrat): Votum dafür, für Privatnutzer zehn Euro stündlich. Das Dorfgemeinschaftsraum soll dem „Schi- und Wanderklubb“ übergeben werden.
  • Lüdersen (Bergdorfhalle, Stadt): Votum dafür, Miete soll um das Dreifache auf 30 Euro pro Stunde steigen.
  • Völksen (Raum, Stadt): Votum dafür, erste bis vierte Stunde 60 Euro, jede weitere zehn Euro, Nebenkostenpauschale zehn Euro, für Vor- und Nachbereitung 30 Euro, Nutzung durch Vereine und Verbände zehn Euro.

Die Stadt hat das Dorfgemeinschaftshaus Mittelrode im April 2008 dem Verein Interessengemeinschaft Mittelrode übergeben.

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