Springe. Fest steht bisher nur, dass ihr Arm mit voller Wucht gegen ein Kilometerschild auf der Mittelschutzplanke prallte, dabei abriss und auf der Gegenfahrbahn landete. Das Unglück ereignete sich am Montagabend gegen 18.45 Uhr. Die 33-Jährige verlor sofort die Kontrolle über ihren Fiat Punto. Das Auto touchierte die Mittelschutzplanke und wurde von dort nach rechts über den Hauptfahrstreifen geschleudert. Der Wagen kam von der Straße ab, landete auf einem gefrorenen Feld und kam dort erst 100 Meter weiter zum Stehen. Die 33-Jährige stieg aus dem Wrack und lief zurück in Richtung Bundesstraße.
Zu dieser Zeit war ein Ehepaar auf der Strecke in Richtung Völksen unterwegs. Unvermittelt tauchte die schwerverletzte 33-Jährige vor dessen Wagen auf. Die 47-jährige Fahrerin brachte ihr Fahrzeug sofort zum Stehen, die Eheleute alarmierten den Rettungsdienst und leisteten Erste Hilfe. Wenig später brachte ein Krankenwagen die 33-Jährige in die Medizinische Hochschule (MHH) nach Hannover.
Die Verunglückte konnte sich wegen des schweren Schocks, den sie erlitten hatte, weder an den Unfallhergang noch an die Stelle erinnern, an der sie den Körperteil verloren hatte. Die Einsatzkräfte machten sich daher umgehend auf die Suche nach dem abgerissenen Arm. Die Feuerwehr leuchtete die etwa 300 Meter lange Unfallstelle aus. Zusätzlich wurde das Gelände mehrmals von einem Polizeihubschrauber überflogen. Da die Suche auf den Feldern erfolglos blieb, wurde sie nach etwa einer Stunde auf die Bundesstraße ausgedehnt. Dazu musste die Polizei die Strecke kurzzeitig in beide Richtungen sperren. Schließlich entdeckte die Feuerwehr den abgerissenen Arm samt Hand unterhalb des Kilometerschildes mit der Aufschrift „18,5“. Ein Rettungsassistent verpackte das abgetrennte Gliedmaß steril und brachte es in die Medizinische Hochschule.
Die 33-Jährige ist bislang nicht ansprechbar. Ihr Zustand gilt weiterhin als kritisch.
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