Das Bad ist seit Mitte Februar geschlossen, weil bei einer Kontrolle Rostschäden an der Tragekonstruktion der Decke entdeckt wurden. Auch die Aufhängung der Kabeltrassen muss laut Gutachten erneuert werden. Um Gefahren für die Badegäste zu vermeiden, soll alles sofort passieren. „Sicherheit geht vor“, sagte der für die Bäder zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Stahl.
Mittlerweile ist bereits ein Gerüst im Bad installiert worden, ohne das Wasser abzulassen.Schwimmmeister haben als Taucher dabei geholfen. Ab heute soll die Deckenkonstruktion ersatzlos abgebaut werden. Anders als zunächst geplant will die Stadt dann aber nicht den Beton und die Leitungen anstreichen, sondern nur leicht durchsichtiges Tuchmaterial unter der Decke spannen und eine indirekte Beleuchtung installieren. „Das sieht besser aus“, erläuterte Hochbauleiter Hans-Jürgen Menzel.
Für den Haushalt hatten die Fachleute zusätzlich 30 000 Euro angemeldet, doch nach aktuellem Stand wird der Bedarf etwa doppelt so hoch sein. Der Rest wird aus der allgemeinen Bauunterhaltung finanziert. Die öffentlichen Schwimmzeiten am Planetenring will die Stadt nicht ausweiten. Die Berenbosteler Badmitarbeiter bauen Überstunden ab und bereiten die Freibadsaison vor.
Sven Sokoll