Neustadt. So erhofft sich Sternbeck von den Bürgern Vorschläge für die Sanierung des städtischen Haushalts. Für 2013 will die Stadt einen sogenannten Bürgerhaushalt aufstellen. Die Neustädter können dann Anregungen in öffentlichen Diskussionsforen einbringen.
Auch bei der Zusammenführung der Verwaltung sollen die Bürger intensiv beteiligt werden, kündigt Sternbeck an. Der Standort für ein neues Feuerwehrhaus in der Kernstadt hingegen werde nach fachlichen Gesichtspunkten festgelegt. In den nächsten Wochen prüfe ein externes Büro die Wirtschaftlichkeit der möglichen Standorte. „Ich gehe davon aus, dass die Wahl auf einen Standort westlich der Bahn fällt“, sagt Sternbeck. Dafür spreche schon, dass die Mehrzahl der Feuerwehrleute auf dieser Seite der Stadt wohnt.
Müssen sich bei all den Kernstadt-Plänen die Einwohner der Dörfer benachteiligt fühlen? Sternbeck: „Mit dem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (Ilek) und dem Dorferneuerungsprogramm haben wir für sie einiges auf den Weg gebracht.“ Für Donnerstag, 5. Januar, hat er die Ortsbürgermeister zu einem Arbeitstreffen eingeladen, bei dem sich auch die neue Regionalmanagerin vorstellen wird, die die Umsetzung der Ilek-Projekte begleitet.
Zu tun gibt es also genug. Daher will Sternbeck die geplanten Neuerungen in der Verwaltung rasch auf den Weg bringen: Zwei Dezernentenstellen an der Spitze der Rathaushierarchie werden mit Wahlbeamten besetzt, auch die Suche nach einem Wirtschaftsförderer soll bald beginnen.
Außerdem stehen Dorfbereisungen wieder auf dem Jahresplan. An der Vorbereitung eines weiteren Termins im Bürgermeisterkalender ist Sternbecks Frau Anja maßgeblich beteiligt: Sie plant für Juli mit dem Kulturstammtisch einen Aktionstag „Kulttour im Neustädter Land“, an dem sich Kulturschaffende aus Stadt und Dörfern mit Sonderaktionen vorstellen. „Ich werde mit dem Fahrrad einige der Veranstaltungen besuchen und die Bürger einladen, mich zu begleiten“, sagt Sternbeck.
Kathrin Götze
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