Neustadt. Hintergrund ist die anhaltende Diskussion um die Kosten für die Anlage. Erst am Montag hatte der Verwaltungsausschuss des Rates die Kosten deutlich gedeckelt. Maximal 750 000 Euro dürfe der Bau kosten, so die Politiker. Die Stadtverwaltung hatte etwa 880 000 Euro als notwendig betrachtet. Zudem hatten Mitglieder der FDP-Ratsfraktion nach einer Besichtigung einer neuen Anlage in Schwarmstedt deren Preiswürdigkeit betont. Dort war eine Anlage für 460 000 Euro gebaut worden.
Bislang, so Sternbeck, habe sich die Verwaltung an Vorgaben des Rates gehalten, der noch vor wenigen Monaten darauf gedrängt habe, die KSG-Sportanlage möglichst schnell zu realisieren. „Wenn nun, durchaus nachvollziehbar, die Finanzierung mehr in den Fokus gerückt wird, braucht die Verwaltung dazu mehr Zeit“, begründet der Bürgermeister seinen Schritt. Mit Blick auf die Haushaltssituation wünsche auch er sich eine vollständige und vernünftige Abstimmung aller Möglichkeiten und Notwendigkeiten. Das könne aber dauern.
Vertreter von Elternschaft und Schulleitung der KGS drängen derweil auf rasches Handeln: „Seit Jahren schon gibt es hier keine Bundesjugendspiele mehr. Das geht nicht“, sagt Elternratsvorsitzender Heinz Ziegler. Und der stellvertretende Schulleiter Tobias Hunfeld sagt, dass der Pendelverkehr von Schülern zum Sportunterricht im Süden der Stadt zu viel Zeit in Anspruch nehme.
Dass Vertreter der KGS rasch eine neue Sportanlage fordern, ist legitim. Dass sich Rat und Verwaltung Zeit nehmen, aber auch. Vor zwei Jahren hat die Stadt viel Geld gespart, als sie beim Bau des Musikpavillons gut überlegte und dann auf eine unkonventionelle Lösung setzte. Vielleicht klappt das ja noch einmal. Diese Pause hat Sinn.
Dirk von Werder und Thomas Lunitz
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