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Seelze

ASB plant neue Rettungswache


Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) plant eine neue Rettungswache an der Mühlenstraße. Voraussetzung ist aber, dass der Rettungsdienst dauerhaft in Seelze bleiben kann.
Foto: Detlef Schallhorn (von links) übergibt in der ASB- Rettungswache ein Weihnachtspaket an Andree Lachmann und Mohamed Aboutaam.

Detlef Schallhorn (von links) übergibt in der ASB- Rettungswache ein Weihnachtspaket an Andree Lachmann und Mohamed Aboutaam.

Seelze. „Wir wollen den ASB in Seelze halten“, sagte Bürgermeister Detflef Schallhorn, der den Mitarbeitern der Rettungswache an der Schillerstraße ein Weihnachtspaket vorbeibrachte. Der Bürgermeister verwies auf die seit zwei Jahren immer wieder diskutierte europaweite Ausschreibung für die Rettungsdienste in der Region Hannover. Dies sei eine untragbare Situation, weil die Mitarbeiter nicht wüssten, ob ihre Verträge verlängert werden. „Es geht dabei auch um Menschen“, betonte Schallhorn.

Der ASB habe wenig Planungssicherheit, bestätigte Mohamed Aboutaam, Geschäftsführer des ASB für die Region Hannover. „Das ist ein untragbarer Zustand.“ Denn es ginge um die Einstellung neuer Mitarbeiter und die Entfristung von Verträgen sowie den Kauf des Grundstücks für die neue Rettungswache. Trotz der Unsicherheit habe der ASB für die Region sieben neue Mitarbeiter eingestellt, von denen 2,5 Stellen für Seelze vorgesehen sind.

Der ASB betreibt seine Rettungswache an der Schillerstraße mit 13,25 Stellen, die sich auf 14 Mitarbeiter verteilen, sagte Dienststellenleiter Andree Lachmann. Im Einsatz seien zwei Rettungswagen, von denen einer im ersten Quartal 2012 durch eine Neuanschaffung ersetzt werde.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Einsätze kontinuierlich gestiegen, sagte Lachmann. Er rechnet mit rund 3500 Einsätzen für 2011. Im nächsten Jahr werde voraussichtlich die Marke von 4000 Einsätzen erreicht. Ein Grund für die gestiegenen Zahlen sei, dass sich die Besatzungen der Rettungswagen immer häufiger um psychisch Kranke kümmern müssten. „Und die Leute werden älter“, verwies Lachmann auf den demografischen Wandel.

Er sei froh, den ASB in Seelze zu haben, sagte Schallhorn. Müssten die Helfer aus Nachbarkommunen wie Hannover kommen, befürchte er bei Hochwasser und gesperrten Straßen eine „Insellage“. Ortskenntnis sei wichtig, unterstrich Lachmann. „Neue Leute brauchen Zeit, sich zurechtzufinden – wir kennen jede Ecke.“

Thomas Tschörner

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