Letter. Auf den großen Holzbindern liegen die sogenannten Koppelpfetten, die der Laie als Trägerbalken bezeichnen würde. Am Mittwoch begannen die Dachdecker mit dem Einbau der Sandwichplatten, von denen insgesamt 64 Elemente vorgesehen sind. Zunächst werde die Rückseite geschlossen, um den ausgebauten Teil des Bades wie die Umkleideräume und Duschen vor etwaigen Regenschauern zu schützen.
Die Innenverkleidung will der Trägerverein Die Qualle selbst anbringen. Imhoff rechnet damit, dass das Hallenbad Ende des Monats wieder den Betrieb aufnehmen kann. „Wir hatten Glück mit dem Wetter“, sagt der Dachdeckermeister. Die Temperaturen seien mild, und es gebe auch keinen Wind, der die Montage der 9,70 Meter langen Sandwichplatten erschweren oder gar verhindern würde. Das Dach müsse besondere Anforderungen erfüllen, vieles sei aus Edelstahl, sagte Imhoff. Seine Dachdeckerei sei von der Schlosserei Heise aus Letter schnell unterstützt worden. Das Hallenbad liege allen am Herzen. „Ich habe hier schwimmen gelernt.“ Besonders für Kinder sei der auf unterschiedliche Tiefen einstellbare Hebeboden ideal. „So etwas ist heute nicht mehr bezahlbar.“
Imhoff hofft, dass die auf rund 180.000 Euro kalkulierten Gesamtkosten unterschritten werden können, die sich auf diverse Gewerke verteilen. So seien für den Abbruch des alten Daches und das Gerüst jeweils 20.000 Euro angefallen, die Neukonstruktion kostet rund 80.000 Euro. Das neue Dach helfe auf jeden Fall dabei, die Energiekosten zu senken. „Wir erfüllen die neue Wärmeschutzverordnung.“ Auch eine Fotovoltaikanlage könne auf dem Dach installiert werden.
Um Schallschutz und Innenverkleidung wolle sich der Verein in den nächsten Tagen kümmern, sagte der Vorsitzende Wilfried Röver. Dann müsse das Gerüst entfernt und der Hubboden gewartet werden. „Wir hoffen, dass wir Ende des Monats schwimmen können.“
Thomas Tschörner
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