Die 29 Jahre alte Frau hatte an jenem Mittag in ihrem Wohnmobil am sogenannten Pariser Platz, einem bei Prostituierten beliebten Behelfsparkplatz zwischen Autobahn 2 und Klärwerk Gümmerwald, auf Kundschaft gewartet. Der Stolzenauer soll sich zunächst nach den Preisen erkundigt, die Frau dann jedoch angegriffen und gezwungen haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen.
Die 29-Jährige konnte fast nackt auf die Straße flüchten, eine Autofahrerin alarmierte die Polizei. Der Angreifer entkam zunächst, die Polizei kam ihm aber schnell auf die Spur. Wie die Polizei kurz nach der Festnahme mitteilte, soll der Mann die Tat gestanden haben.
Das Landgericht hat drei Verhandlungstage anberaumt, das Urteil soll am 11. August gefällt werden. Sollte das Gericht dem Mann die sexuelle Nötigung unter Verwendung einer Waffe nachweisen können, droht ihm eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft.
Der Pariser Platz hat es seit Jahren zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht. 2009 war eine Prostituierte beim Brand ihres Wohnmobils schwer verletzt worden – offenbar ein Unfall. Vom „Zuhälter-Krieg“ war im Februar 2005 die Rede, nachdem ein Hurenmobil in Flammen aufgegangen war. 15 Männer sollen den Bus einer Prostituierten angezündet haben, hieß es damals. Drei Beschützer der Prostituierten wurden verprügelt. Im September 2005 wurde erneut ein Wohnmobil angezündet, dass tagsüber als mobiles Bordell diente.
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Kommentare
..dumm gelaufen..des Vorredners Silberruecken – 01.07.10
..da hat mein Vorredner recht. Davon abgesehen, haben nicht die Hells Angel mittlerweile den Straßenstrich in Fahrzeugen komplett übernommen? Wundert mich, daß vor den VW-Bullis noch kein Werberreiter mit einem 81-er Logo aufgebaut wird, aber ich denke, das bringen die auch noch.Dumm gelaufen .. – 01.07.10
käme der Täter aus dem Sahlkamp und hätte er statt der Schreckschußpistole ein Messer genommen, würde es statt der 5 Jahre Mindestfreiheitsstrafe nur eine Bewährungsstrafe geben.