Es gebe keine organisierte rechte Szene in Seelze – das führen Politik und Polizei seit Jahren ins Feld, wenn Plakate rechter Gruppen oder Schmierereien im Stadtgebiet auftauchen. Umso mehr überrascht hat jetzt ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Dieser hatte bei einer Bezirksratssitzung nach einer Neonazi-Attacke in Hannover-Misburg zwar gesagt, dass es im Stadtteil keinen organisierten Rechtsextremismus gebe – zugleich aber darauf verwiesen, dass ein Schwerpunkt der rechten Szene im Bereich Seelze und Wunstorf zu sehen sei.
Verfassungsschutz-Sprecherin Maren Brandenburger bestätigte gestern, dass der Behörde derartige Erkenntnisse vorliegen. In Seelze und Wunstorf gebe es einen konstanten Kreis von zehn bis 15 Personen, die seit einiger Zeit mal als Freie Kräfte Hannover-Umland, mal als Freie Nationalisten Seelze aufträten. „Diese Szene ist überregional gut vernetzt und sehr aktiv. Das erleben wir nicht überall so.“
„Die Fakten und Vorkommnisse gehören auf den Tisch“, forderte Aller gestern in Begleitung zu seiner Landtagsanfrage. Nur so könnten alle Stellen und die Öffentlichkeit erfolgreich gegen die rechte Szene vorgehen. Der Landtagsabgeordnete und Seelzer Ratsherr erwartet, dass die beiden Städte schnell und umfassend vom Innenministerium unterrichtet werden. Nötig seien unverzügliche gemeinsame Anstrengungen, damit der Bereich Seelze/Wunstorf nicht zu einer rechten Hochburg werde.
HAZ.de Anmeldung

Kommentare
Extremisten Mula – 10.03.10
Und was ist mit der täglichen Linksextremistischen und islamischen Gewalt? Das sind dann die "guten" Schläger?Angst? redstar – 09.03.10
Hat man etwa Angst vor 10-15 Jugendlichen mit einer unbequemen Meinung? Es sollten mal lieber Anfragen gestellt werden, die sich mit der Kriminalität von ausländischen Jugendlichen auseinandersetzt! Fragen Sie doch mal den Mann von der Straße!Na endlich hsot – 09.03.10
Endlich wird einmal darüber geredet, und das gleich im Landtag. Prima!Lächerlich... Gerhard – 09.03.10
10-15 Personen begründen also schon eine "Hochburg" und sind Anlaß, daß im Landtag darüber debattiert wird. Hat der gute Herr Aller sich mal auf Verfolgungswahn hin untersuchen lassen?Es erscheint so als leben die SPD-Politiker in Hannover nur noch in der Vergangenheit. Der eine arbeitet sich an Stadtbaurat Elkart ab, der andere macht einen Aufstand wegen 10-15 Jugendlichen.
Gottlob haben wir ja sonst keine Probleme...