Das Gremium will mit seiner Initiative jedoch nicht nur der älteren Generation unter die Arme greifen. „Unser Ziel ist es, die Geschäfte für den Einzelnen verkaufsfreundlicher zu machen“, sagte Ekkehard Weber, der Vorsitzende des Seniorenrates. Mit Hilfe eines Kriterienkatalogs will der Seniorenrat die Geschäfte in Seelze unter die Lupe nehmen. Gefragt sind etwa Sitzmöglichkeiten im Laden, ausreichend Platz zwischen den Regalen und bei größeren Geschäften auch Kundentoiletten. Die Prüfer wollen auch auf Details achten: Die Beleuchtung wird begutachtet, Regalhöhen geprüft, und es wird nachgefragt, ob auch kleine Warenmengen verkauft werden. Bei Erfolg erhalten die Geschäfte ein Zertifikat und können damit werben.
Das Konzept stammt von der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA). In anderen Städten wird das Programm bereits umgesetzt. Eine älter werdende Gesellschaft soll dadurch besser durch den Alltag kommen. Auch jüngere Menschen würden davon profitieren, sagte Weber.
Einige Geschäfte würden die Kriterien jetzt schon erfüllen, sagte Ingrid Seewald vom Seniorenrat. Andere können in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat nach Verbesserungen suchen. Zunächst will der Seniorenrat die Seelzer Einzelhändler anschreiben und sie davon überzeugen, bei dem Projekt teilzunehmen. Nach den Osterferien wollen die Prüfer die teilnehmenden Geschäfte testen.
Die Gemeinschaft für Handel und Gewerbe (HGS) unterstützt das Konzept. Auch die Stadt lobt den Vorstoß des Seniorenrats: „Wir müssen am Thema Servicefreundlichkeit arbeiten, um uns von anderen Einkaufsstandorten abzugrenzen“, sagte die Wirtschaftsförderin Andrea Kaemmerer.
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