Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
1050 Jahre: „Wir sind ein tolles Dorf!“

Groß Munzel 1050 Jahre: „Wir sind ein tolles Dorf!“

Zwei Tage lang hat Groß Munzel sein 1050-jähriges Bestehen gefeiert - mit viel Spaß, einer Lektion Historie und jeder Menge Gegenwart.

Voriger Artikel
HAG-Schüler spenden 800 Euro für Flüchtlingshilfe
Nächster Artikel
Jordan: „Barsinghausen nicht schlechter gestellt“

Ein Fest in Bewegung: Laura wagt sich ans Bullenreiten.

Quelle: Isabel Christian

Barsinghausen. Die Dorfgemeinschaft in Groß Munzel funktioniert. Darin einig waren sich gestern - am zweiten Tag des Festes zum 1050-jährigen Bestehen - die Redner Michael Radau, Sprecher der Dorfgemeinschaft, und Andreas Hartig, stellvertretender Bürgermeister der Stadt. Auch Pastor Elmar Orths hat die Bedeutung der Gemeinschaft für das gute Zusammenleben im Ortsteil in seiner Predigt betont.

Vereine, Organisationen, Kirchengemeinde und Einwohner - darunter sogar etliche Neubürger - hätten dafür gesorgt, dass es ein gelungenes Fest geworden ist, lobt Radau beim Katerfrühstück in der Feldscheune von Arnd von Hugo. „Wir sind ein tolles Dorf“, ruft er. Applaus und Jubel signalisieren ihm, dass er den richtigen Ton getroffen hatte. Verkatert wirkt gestern am Vormittag niemand, obwohl der Sonnabend für einen Großteil der Besucher bis Sonntagfrüh um 3.15 Uhr gedauert hatte.

Schon am Nachmittag haben die Familien den Festplatz fest in der Hand. An vielen Spielstationen können sich die jungen Gäste austoben oder ihre Geschicklichkeit testen. Laura wagt sich ans Bullenreiten und hält sich sogar einige Minuten auf dem sich wild hin und her drehenden Plastikrindvieh. Als die Siebenjährige sich schließlich nicht mehr halten kann, landet sie unter lautem Juchzen sicher auf dem Luftkissen. Constance Danek beobachtet derweil ihre Tochter Simona, die sich Herzen und Kringel ins Gesicht malen lässt. „Das Fest ist sehr gut gelungen“, sagt sie anerkennend.

In der Scheune gibt indessen das Jugendorchester Heyen ein kleines Konzert. Einige Hundert Festbesucher haben es sich auf den Bierbänken gemütlich gemacht und lauschen der Orchesterversion von Helene Fischers „Atemlos“, während draußen ein heftiger Regenschauer niedergeht. „Dann ist jetzt wohl Kuchenpause“, sagt Anna Katharina Matthes zu ihrer Tochter Lara Marie und kauft am Kuchentresen ein paar bunt dekorierte Muffins. Wettertechnisch haben die Organisatoren Glück, es bleibt bei dem einen Schauer.

Und historisch wird es auch noch: Manfred Vogel hält am Sonntag in der Scheune vor dem Kommers einen Vortrag zur Geschichte Groß Munzels. Mit viel Herzblut hatte er mit Walter Fricke und Cord Nacke in Archiven geforscht, Urkunden, Dokumente und Fotos gesichtet. Doch 1050 Jahre, verdichtet in einer halben Stunde, das ist zu ehrgeizig. Es sollen Informations- und Vortragsveranstaltungen folgen, in denen die unterschiedlichen Aspekte genauer erläutert werden.

Die umfang- und materialreiche Ausstellung zur Geschichte Groß Munzels, die in der Feldscheune aufgebaut war, wird bis Dezember in der St.-Michaelis-Kirche in Groß Munzel präsentiert. Sie kann nicht nur vor und nach den Gottesdiensten betrachtet werden, sondern auch dienstags von 15.30 bis 17.30 Uhr und donnerstags von 10 Uhr bis 12 Uhr.

von Isabel Christian und Jörg Rocktäschel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6snqo7zf9t31iw3exj21
Musik verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Fotostrecke Barsinghausen: Musik verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de