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200 Menschen besichtigen Anna-Forcke-Stift

Barsinghausen 200 Menschen besichtigen Anna-Forcke-Stift

Das Interesse der Barsinghäuser an der Zukunft des ehemaligen Anna-Forcke-Stifts am Deisterrand ist sehr groß. Zum zweiten Besichtigungstermin, zu dem die Bauherren Andrea und Ernst Wildhagen eingeladen haben, sind rund 200 Menschen gekommen.

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Großer Andrang: Rund 200 Barsinghäuser wollten sich das ehemalige Anna-Forcke-Stift ansehen.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Das seit 1998 leerstehende, als Wohnheim für alte und kranke Schwestern genutzte Haus soll bekanntlich saniert und als stationäres Hospiz des Vereins für Gemeindediakonie wieder eröffnet werden. Wildhagens, der Bantorfer Architekt Dirk Nolte und Vereinsvorstand Joachim Richter führten die Gruppen durch das Baudenkmal.
„Ich bin inzwischen zur Expertin für Hausschwamm geworden“, sagte Andrea Wildhagen. Bei einem Brand im Frühjahr 2012 ist ein Teil des Daches beschädigt worden, Zwischendecken sind eingestürzt oder mussten herausgerissen werden, Regenwasser drang ein. Auch mit Förderanträgen kennt sie sich inzwischen aus, denn „Millionäre sind wir nicht“. Antragsformulare seien oft schwierig zu finden und sie seien umfangreich. „Ein Formular war 38 Seiten lang. Bleiben sie ruhig, sie müssen nur 20 ausfüllen, hat mir der Mitarbeiter einer Stiftung gesagt“, berichtete sie. Neben der Planung und den Absprachen mit dem Verein für Gemeindediakonie sei „Rechnen jetzt die Hauptaufgabe“. Das Ehepaar geht von einem Investitionsvolumen von 3 Millionen Euro aus, für 380 000 ist das Gebäude mit seinen 1600 Quadratmetern Nutzfläche angeboten worden. Vor einem Jahr haben sie sich das Haus angesehen. „Ich wusste sofort, das Haus will leben“, erzählte Andrea Wildhagen. Viele Besucher kannten das Stift aus ihrer Jugendzeit, haben den Verfall bedauert. Dass dort nun zunächst zehn, später vielleicht weitere Hospizplätze für sterbenskranke Menschen und Wohnräume für Angehörige entstehen sollen, wurde begrüßt. Viel drücken den Bauherrn die Daumen. Wenn alles klappt, soll das Hospiz im April 2018 eröffnet werden – 110 Jahre nach der Fertigstellung des ursprünglichen Stift-Gebäudes.

Von Jörg Rocktäschel

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