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30-Jähriger gesteht Drogenhandel
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Barsinghausen 30-Jähriger gesteht Drogenhandel

Das Landgericht Hannover hat am Mittwoch einen 30-jährigen Barsinghäuser wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Sie ist auf vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden.

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Quelle: dpa

Barsinghausen. Der Mann hatte gestanden, in seiner Wohnung ein Amphetamingemisch gelagert und von dort aus weiterverkauft zu haben. Die Polizei hatte den Angeklagten im April 2012 nach einem Zeugenhinweis vorläufig festgenommen, seine Wohnung durchsucht und rund 1,5 Kilogramm des Gemischs in einem Eimer mit mehreren Plastikbeuteln sowie 1150 Euro sichergestellt.

Geringere Mengen der Betäubungsmittel fanden die Beamten auch in einem Fahrzeug, das der Mann für den Weg zur Arbeit benutzte. Außerdem beschlagnahmten sie ein Klapp- und ein Springmesser sowie ein Bajonett, das der Barsinghäuser im selben Raum wie die Amphetamine in unverschlossenen Schubladen aufbewahrte.

Der Verteidiger des 30-Jährigen hatte bereits wenige Minuten nach Beginn der Verhandlung eine Unterbrechung beantragt, um eine Verständigung zu erzielen.

Der wegen Autofahrens unter Alkoholeinfluss und mehrfach wegen Besitzes von Betäubungsmitteln vorbestrafte Angeklagte gestand, Anfang März zwei Kilogramm der Betäubungsmittel über einen Bekannten zum Preis von zwei Euro je Gramm erworben, diese teils selbst konsumiert und an zehn bis zwölf Freunde veräußert zu haben. „Ich verdiene nicht so viel, da war der eine oder andere Euro natürlich willkommen“, räumte er ein. Seiner Argumentation, dass er die gefundenen Waffen ausschließlich wegen seiner Sammelleidenschaft sogenannter Militaria sowie des familiären Bezugs zur Jagd und zum Zerlegen von Tieren besitze, folgte die Große Strafkammer des Landgerichts Hannover dagegen nicht.

Letztlich erfülle allein die Kenntnis des Angeklagten von den Waffen am Lagerort der Amphetamine den Tatbestand des bewaffneten Handels. "Wenn die Gegenstände dort griffbereit liegen, ist die Gefährdung gegeben“, betonte die Vorsitzende Richterin Sara Schmidt-Strohschnieder in ihrer Urteilsbegründung. „Das ist Ihre letzte Chance“, sagte sie angesichts der Vorstrafen des Barsinghäusers. Strafmildernd spreche unter anderem für den Mann, dass er derzeit einer geregelten Arbeit nachgehe, in vollem Umfang geständig sei und Bereitschaft für eine Drogenberatung signalisierte. In ihrem Urteil erkannte die Kammer auf einen minder schweren Fall des bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln und setzte die Haftstrafe auf vier Jahre zur Bewährung aus.

Als Auflagen muss der Barsinghäuser 1500 Euro für eine Suchtbetreuungseinrichtung zahlen, 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und unter Aufsicht eines Bewährungshelfers regelmäßig an Treffen in einer Drogenberatungsstelle teilnehmen sowie seine Abstinenz nachweisen

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Barsinghausen liegt am Deister – und profitiert vom Leben im und auf dem Berg. 300 Jahre Bergbautradition gehören genauso zur Stadt wie die landschaftliche Schönheit.

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