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300 Demonstranten treten Trassenbau entgegen

Groß Munzel 300 Demonstranten treten Trassenbau entgegen

Das sind acht Minuten nicht wert - darin waren sich rund 300 Demonstranten gegen die geplante ICE-Trasse bei Groß Munzel einig. Mit dieser und ähnlichen Aufschriften auf Schildern und Bannern setzten sie am Sonnabend ein klares Zeichen gegen das Vorhaben und erhielten Unterstützung aus der Kommunal- und Bundespolitik.

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300 Demonstranten protestieren mit Schildern und Bannern gegen die geplante ICE-Trasse bei Groß Munzel.

Quelle: Carsten Fricke

Groß Munzel. "Noch mehr Strecken durch unsere Landschaft werden die Probleme nicht lösen", sagte Gerald Schroth, Vorsitzender der Munzeler Bürgerinitiative gegen die ICE-Trasse. "Selbst die Bahn als Nutzer befürwortet diese Pläne nicht", betonte er. Deshalb rief er die Bundesregierung dazu auf, den "Bundesverkehrswegeplan zu begraben".

Der neue Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht eine ICE-Neubautrasse Hannover-Bielefeld in der Feldmark bei Groß Munzel und bei Seelze vor, durch die für die Schnellzüge auf der Ost-West-Verbindung eine Zeitersparnis von acht Minuten angestrebt wird.

"Als der neue Bundesverkehrswegeplan übersandt wurde, waren wir alle überrascht", sagte Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann. Soweit ihm bekannt sei, wolle weder die Bahn noch das Land Niedersachsen diese Trasse. "Wer will die Trasse überhaupt?", fragte er. Grundsätzlich sei er für schnellere Bahnverbindungen. "Dass wir da in der Region Hannover etwas machen müssen, steht außer Frage", sagte Lahmann. Doch müssten andere Lösungen gefunden werden.

"Ich habe die Hoffnung, dass dieser Kelch an uns vorüberziehen wird", sagte Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn. Um dies zu erreichen, seien die Bürgerinitiativen aus Groß Munzel und Seelze, die bei ihrer Demonstration nahe der Deponiestraße von zahlreichen Trassengegnern aus Schaumburg, Bückeburg und Minden unterstützt wurden, wichtig. "Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass diese Trasse nicht Wirklichkeit wird", rief Schallhorn.

"Natürlich will ich einen Ausbau der Bahn, aber wir müssen ihn so machen, dass er im Verhältnis steht", sagte Katja Keul, Grünen-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Nienburg II - Schaumburg. Sie sprach sich daher für einen Ausbau nahe der bestehenden Bahntrasse aus.

"Wir sind natürlich hoch sensibel, da uns das Thema seit 15 Jahren beschäftigt", erläuterte Schrotz mit Verweis auf die seit Jahren andauernde Diskussion. "Das muss jetzt ein Ende haben", forderte er.

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Von Carsten Fricke

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