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ASB-Bahnhof wird erster Anlaufpunkt für Stadtbesucher

Barsinghausen ASB-Bahnhof wird erster Anlaufpunkt für Stadtbesucher

Nach der Schließung des privat betriebenen Tourismusbüros in der Osterstraße hat die Stadtverwaltung ein vorläufiges Konzept erarbeitet. Touristen finden künftig im ASB-Bahnhof einen Anlaufpunkt.

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Im ASB-Bahnhof erhalten Touristen künftig Informationen und Broschüren zu Unterkünften und Sehenswürdigkeiten in Barsinghausen. 

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen.  Der ASB-Bahnhof mit seinem Fahrkartenschalter soll künftig die Rolle des geschlossenen Tourismusbüros als erster Anlaufpunkt für Besucher der Deisterstadt übernehmen. Das sieht eine vorläufige Vereinbarung vor, mit der die Stadtverwaltung auf die Schließung des Tourismusbüros reagiert. Die neue Regelung soll mindestens so lange gelten, bis mittelfristig übergreifende Konzepte für die Tourismuszukunft am Deister vorliegen. Die Verwaltung hat die kurzfristige Lösung in Gesprächen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Tourismusverein abgestimmt. Einen Zuschuss für die Einrichtung des touristischen Anlaufpunktes wird der ASB demnach zunächst nicht erhalten.

Die Hilfsorganisation steht allerdings in der Pflicht, weil sie schon beim Umbau des Bahnhofes eine größere Zuwendung der Stadt mit der Maßgabe erhalten hatte, Platz für einen touristischen Anlaufpunkt vorzuhalten. Der Tourismusverein hatte dann aber auf diese Option verzichtet und lieber das nun geschlossene Büro an der Osterstraße eingerichtet.

Dieses alte Tourismusbüro  spielt in den städtischen Überlegungen keine Rolle mehr. Es bleibe geschlossen und werde aufgelöst, heißt es in einer Informationsvorlage der Verwaltung für die Ratsgremien. Statt dessen werden gemäß Vereinbarung die ASB-Mitarbeiter im Bahnhof am Fahrkartenschalter künftig die sogenannte touristische Erstberatung übernehmen. Die Verwaltung verweist auf die langen Öffnungszeiten des Fahrkartenschalters, der montags bis freitags durchgängig von 6.30 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 13 Uhr besetzt ist. So könne „eine deutlich längere Zeitspanne abgedeckt werden als zuletzt im Tourismusbüro“, erläutert die Verwaltung. Für telefonische Anfragen ist demnach bereits ein zusätzlicher Telefonanschluss gelegt worden. „Ein weiterer Bildschirmarbeitsplatz soll eingerichtet werden.“

Eine direkte Vermittlung von Unterkünften an Gäste wird es im ASB-Bahnhof allerdings nicht geben.  Die Mitarbeiter im Bahnhof sollen auf das Onlineangebot verweisen und gegebenenfalls Unterkunftsübersichten ausgeben. Besucher der Stadt sollen im Bahnhof zudem die vom Tourismusverein aufgelegten Informationsbroschüren und Prospekte erhalten. Soweit möglich wollen die ASB-Mitarbeiter auch Veranstaltungsprogramme für Reisegruppen erstellen. 

Die Homepage des Tourismusvereins soll auch künftig erster touristischer Anlaufpunkt für Interessenten im Internet bleiben. Zusätzlich eingerichtet werden soll dort ein Link zum Unterkunftsportal der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG). Barsinghäuser Zimmervermieter müssten sich vertraglich an das HMTG-System binden, um dieses nutzen zu können.

Der Tourismusverein hat zugesagt, in den nächsten beiden Jahren weiterhin das Erstellen und Überarbeiten von Informationsbroschüren zu übernehmen, auf Tourismusmessen Werbung für Barsinghausen zu machen und Werbeanzeigen für die Deisterstadt zu schalten. Die Verwaltung schlägt vor, dem Verein dafür 2018 und 2019 jeweils 6000 Euro zur Verfügung zu stellen.

„Die kommenden ein bis zwei Jahre müssen zeigen, inwiefern die Gäste die Umstrukturierung annehmen und ob beim ASB-Bahnhof personelle Erweiterungen notwendig sind“, kündigt die Verwaltung an.

Die Zeit bis 2020 will Barsinghausens Stadtverwaltung nutzen, um gemeinsam mit den Nachbarkommunen zu prüfen, ob eine touristische Vermarktung der gesamten Deisterregion oder auch des Calenberger Landes sinnvoll ist oder nicht. Ein Konzept könnte im Rahmen des ILE-Projektes (Integriertes  ländliches Entwicklungskonzept) mitfinanziert werden, hoffen die Verantwortlichen im Rathaus. Eine Arbeitsgruppe dazu ist bereits gegründet worden, in der Bürgermeister Marc Lahmann und sein Wennigser Amtskollege Christoph Meineke mit verschiedenen Tourismusexperten zusammenarbeiten.

 

Von Andreas Kannegießer

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