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ASB fordert mehr Personal

Barsinghausen ASB fordert mehr Personal

Alle Eltern haben seit dem 1. August einen Rechtsanspruch auf Betreuung ihrer Kinder unter drei Jahren. Eine Zwischenbilanz des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), der in Barsinghausen die Baschelino-Kindertagesstätte (Kita) betreibt, fällt allerdings ernüchternd aus.

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Iris Hohmann (hinten,von links),Erika Wagner und Jasmin Bellataif kümmern sich beim Frühstück um die Krippenkinder im ASB-Kindergarten Baschelino.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Nach Einschätzung des ASB-Kreisverbandes Hannover-Land/Schaumburg und der Kita-Leitung spitzen sich viele Probleme in der Kinderbetreuung immer mehr zu. „Vor allem sind zwei finanzierbare Betreuungskräfte pro Krippengruppe sehr wenig, denn die Kinder werden immer jünger. Eine dritte Kraft wäre das Minimum“, sagt Baschelino-Leiterin Erika Wagner.

Eltern müssten dieses zusätzliche Personal zurzeit jedoch aus eigener Tasche zahlen. Die Beiträge von 193 Euro für einen Ganztagskrippenplatz würden deutlich steigen. Außerdem reiche eine bessere Stellenfinanzierung allein nicht aus, denn qualifizierte Erzieher seien kaum zu bekommen. In den vergangenen Jahren habe die Anzahl der Bewerber stark abgenommen.

Baschelino bietet 40 Betreuungsplätze - für 25 drei- bis sechsjährige Kinder in einer Kindergartengruppe sowie für 15 Jungen und Mädchen unter drei Jahren in einer Krippengruppe. „Wir nehmen Kinder im Alter ab sechs Monaten auf. Immer mehr Eltern nutzen dieses Angebot, weil sie schnell wieder berufstätig sein wollen oder müssen“, erläutert Wagner und berichtet von einer langen Warteliste.

Wer für sein Kind keinen Platz in der Wunscheinrichtung erhalte, bekomme einen Krippenplatz in einem anderen Kindergarten zugewiesen. Erika Wagner wünscht sich hier ein größeres Mitspracherecht der Eltern. „Kinder und Bezugspersonen müssen zueinander passen. Besonders bei so kleinen Kindern ist die Umstellung sonst zu schwierig“, sagt die Leiterin, die auch für eine längere Öffnungszeit eintritt. Bislang schließt Baschelino um 16 Uhr. Insbesondere Alleinerziehende haben damit ihre Probleme. „Der Pflegenotstand hängt eng damit zusammen. Pflegekräfte müssen oft abends arbeiten. Und Alleinerziehende haben dann kaum die Möglichkeit, eine Betreuung für ihr Kind zu finden“, sagt ASB-Kreisgeschäftsführer Jens Meier.

Frank Hermann

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