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Literatur als Mittel der Aufklärung

Barsinghausen Literatur als Mittel der Aufklärung

Noch bevor der metereologische Sommer zumindest auf dem Papier beendet ist, hat im Bücherhaus am Thie bereits der Bücherherbst begonnen. Am Dienstagabend wurde die Vernastaltungsreihe traditionell durch einen Afrikaabend mit Ute Gierczynski-Bocandé eingeläutet.

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Ute Gierczynski-Bocandé präsentiert aktuelle afrikanische Literatur.

Quelle: Marcel Sacha

Barsinghausen. "In Deutschland herrscht ein Informationsdefizit über Afrika vor", sagte Gierczynski-Bocandé vor den rund 60 Zuhörern. Dies zeige sich alleine schon darin, dass in den Nachrichten kaum über den Kontinent und dessen Probleme berichtet werde. Die Afrikaexpertin ist davon überzeugt: "Um diese Situation zu verändern und der westlichen Welt die afrikanische Kultur und die Probleme der Menschen vor Ort näherzubringen, ist die Literatur ein wichtiges und nützliches Instrument."

Insgesamt vier Bücher afrikanischer Schriftsteller brachte Gierczynski-Bocandé mit ins Bücherhaus, aus denen sie jeweils einige Kapitel vorlas, die den Zuhörern, zu denen auch Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums zählten, die politischen, sozialen und ökologischen Verhältnisse verdeutlichen sollten.

Einer der Romane ist das Erstlingswerk von Odafe Atogun mit dem Titel "Tadunos Lied". Der Musiker Taduno erhält im Exil einen Brief von seiner Geliebten, in dem sie Taduno über ihre Verhaftung informiert. Der Musiker, einst landesweit umjubelter Star, kehrt daraufhin in sein Heimatland zurück, um seine große Liebe zu retten. Doch mittlerweile will sich aus Angst vor den Behörden niemand mehr an den Regimekritiker erinnern.

Die Einnahmen aus dem Afrikaabend in Höhe von rund 500 Euro gehen wie jedes Jahr an den Eine-Welt-Laden und von dort an die Schülerhilfe im Senegal, für die sich Gierczynski-Bocandé seit vielen Jahren auch vor Ort engagiert. Die Schülerhilfe unterstützt den Bau und Unterhalt von Grundschulen in dem von Armut geplagten Land. 60 Prozent der dortigen Bevölkerung sind Analphabeten. "Bessere Bildung ist daher für die Zukunft des Landes elementar", sagte Gierczynski-Bocandé.

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Zahlreiche Bürger hören den Ausführungen der Afrikaexpertin aufmerksam zu.

Quelle: Marcel Sacha

Von Marcel Sacha

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