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Gegenwind für die Aldi-Erweiterungspläne

Egestorf Gegenwind für die Aldi-Erweiterungspläne

Die Pläne des Einzelhandelskonzerns Aldi zur Vergrößerung seiner Egestorfer Filiale an der Stoppstraße stehen möglicherweise vor dem Aus. Die Stadt hat die Aufstellung des notwendigen Bebauungsplans gestoppt, bis das neue Einzelhandelskonzept vorliegt. Im Bebauungsplanverfahren hat es offenbar etliche kritische Stellungnahmen zu der Erweiterung gegeben.

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Aldi will seinen Egestorfer Markt an der Stoppstraße vergrößern. Das Projekt hat aber offenbar auch Kritiker auf den Plan gerufen.

Quelle: Andreas Kannegießer

Egestorf. Baudirektor Tobias Fischer hält sich bei Nachfragen zu dem Aldi-Bauvorhaben bedeckt. Er verweist auf das Einzelhandelskonzept für Barsinghausen, das im März in einer Sitzung des Bauausschusses als Entwurf vorgestellt werden solle. Bis dahin seien die Arbeiten am Bebauungsplan für die Aldi-Erweiterung "ins Stocken geraten", sagt Fischer. Er lässt aber durchblicken, dass es offenbar viel Gegenwind im Beteiligungsverfahren für den Bebauungsplan gegeben hat. Das Bebauungsplanverfahren sei ergebnisoffen, meint Fischer vielsagend. "Es kann auch einmal sein, dass ein Bebauungsplan nicht verabschiedet wird."

Der Egestorfer Aldi-Markt war erst im Juli 2012 mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern eröffnet worden. Schon ein Jahr später äußerte Aldi den Wunsch, den Markt mit einem Anbau im Norden auf etwa 1000 Quadratmeter Verkaufsflüche zu vergrößern.

In der Politik gab es zunächst breite Zustimmung, sodass im Frühjahr 2014 einvernehmlich das Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan eingeleitet wurde. Weil die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter überschreitet, müsste gleichzeitig ein sogenanntes Sondergebiet für den Einzelhandel für den Aldi-Standort ausgewiesen werden. Die Hürden dafür, etwa im Bereich des Lärmschutzes, sind offenbar erheblich. Es müssten auch "alle Randbedingungen erfüllt werden können", um das Vorhaben umzusetzen, erläutert Fischer.

Standortmanager Thorsten Effner von der Aldi-Regionalgesellschaft Minden bekräftigt, dass sein Unternehmen weiterhin an der Vergrößerung des Egestorfer Marktes interessiert sei. "Wir wollen noch attraktiver und moderner für unsere Kunden werden", sagt er. Aldi warte nun ebenfalls auf das Einzelhandelskonzept. "Wir werden beteiligt und uns dann äußern", kündigt Effner an. Dann müsse man sehen, ob eine Erweiterung möglich sei oder nicht. Schon zu Beginn des Bebauungsplanverfahrens hatte sich angedeutet, dass es möglicherweise Probleme mit dem Lärmschutz geben könnte, wenn – wie erwartet – noch mehr Kunden den vergrößerten Markt anfahren. Die Aldi-Architekten hatten vorgeschlagen, auf dem zur Stoppstraße hin ausgerichteten Parkplatzteil zwei langgestreckte Carports mit schallschluckenden Wänden und Decken zu errichten. So sollte verhindert werden, dass der Schall ungehindert in Richtung der gegenüberliegenden Wohnhäuser an der Stoppstraße entweicht.

Erweiterungswünsche hegt Aldi auch für seinen Supermarkt am Reihekamp in der Barsinghäuser Kernstadt, wie Effner bestätigt. Auch andere Handelsunternehmen in dem Gewerbegebiet sollen ähnliche Ambitionen haben. "Bis das Einzelhandelskonzept vorliegt, geht es für keinen weiter", sagt Effner.

Von Andreas Kannegießer

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