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Alle bedauern Robras Weggang

Barsinghausen Alle bedauern Robras Weggang

Mit Überraschung und großem Bedauern haben die Parteien und Wählergruppen im Barsinghäuser Rat auf den bevorstehenden Abgang von Barsinghausens Erstem Stadtrat Georg Robra reagiert. Die Fraktionen waren erst am Dienstagvormittag per Mail über die Wahl Robras zum Ersten Beigeordneten in Rheda-Wiedenbrück informiert worden.

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Erst vor eineinhalb Jahren, am 15. Januar 2015, hatte Georg Robra sein Amt in Barsinghausen angetreten. Damals hatten Ratsmitglieder von SPD und Grünen den neuen Ersten Stadtrat in seinem Büro willkommen geheißen.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. „Das ist sehr schade für Barsinghausen", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing. „Wir hatten gerade jemanden gefunden, der sehr gut und professionell gearbeitet hat.“ Genauso sieht es CDU-Fraktionssprecher Roland Zieseniß: „Wir bedauern sein Ausscheiden sehr“, sagt er. „Wir schätzen Herrn Robra als sehr kompetenten Menschen, der immer gesprächsbereit gewesen ist.“

Der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Christian Röver und FDP-Fraktionschef Bernhard Klockow sprechen beide von einem „großen Verlust“ für die Deisterstadt. Robra habe viele Dinge angestoßen und erreicht, lobt Röver. „Er hat einen sehr guten Job gemacht“, bestätigt Klockow. Die Fraktionen sind sich weitgehend einig, dass die Stelle so schnell wie möglich wieder besetzt werden soll. „Wir brauchen unbedingt drei Leute in der Führungsebene im Rathaus“, sagt Messing. Er favorisiert – wie schon bei der Auswahl von Robra – die Einbeziehung einer Personalberatungsfirma, die nach der Ausschreibung der Stelle eine Vorauswahl trifft und dem Rat Empfehlungen vorlegt. Auch Klockow und Röver wollen sich für den Auftrag an eine Agentur stark machen. „Ich hoffe, dass der Rat diesen Mut erneut hat“, sagt der Freidemokrat. „Auf jeden Fall“ solle ein solcher Auftrag vergeben werden, meint Röver. So werde ausschließlich nach den Fähigkeiten der Bewerber entschieden. „Parteizugehörigkeit ist schließlich keine Qualifikation für das Amt“, betont Röver. Auch Christdemokrat Zieseniß könnte sich vorstellen, wieder die Dienste eines Beratungsunternehmens in Anspruch zu nehmen. Die Ausgaben dafür könnten aber möglicherweise gespart werden, wenn es gelänge, über die Fraktionsgrenzen hinweg zu einer Einigung zu kommen, sagt er.

Völlig anderer Ansicht ist lediglich die UWG: Sie will die Stelle des Ersten Stadtrates unbesetzt lassen und das Geld lieber „anderweitig und sinnvoller investieren“, wie UWG-Vorsitzender Markus Neugebauer in einer Stellungnahme schreibt. Durch die erneute Suche werde nur „Geld verbrannt“.

Von Andreas Kannegießer

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