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Alte Zeche hofft auf Flüchtlinge

Barsinghausen Alte Zeche hofft auf Flüchtlinge

Das Barsinghäuser Besucherbergwerk setzt darauf, dass demnächst Flüchtlinge als sogenannte Ein-Euro-Jobber die Arbeit auf dem Zechengelände unterstützen können. Zurzeit hat die Alte Zeche GmbH große Probleme mit dem Personal, das ihr im Rahmen eines neuen Qualifizierungsprojekts vom Jobcenter zugewiesen worden ist.

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Alte Zeche-Geschäftsführer Dieter Lohmann (rechts) zeigt dem Fördervereinsvorsitzenden Udo Mientus den neuen Portalkran.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die gemeinnützig arbeitende Alte Zeche ist seit Jahrzehnten auf personelle Unterstützung der Arbeitsagentur und des Jobcenters angewiesen. Ein-Euro-Jobber, Bürgerarbeiter und Teilnehmer vieler anderer Qualifizierungsprojekte haben auf dem Zechengelände mitgearbeitet – meist mit Erfolg, wie Alte Zeche-Geschäftsführer Dieter Lohmann betont. „Am besten einsetzen konnten wir die Bürgerarbeiter.“ Das zu Jahresbeginn gestartete neue Projekt „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ist nach Lohmanns Worten weniger erfolgreich. Zumeist seien lediglich zwei der fünf zugewiesenen Arbeitskräfte tatsächlich anwesend. Zurzeit ist die Alte Zeche damit beschäftigt, unter Tage ein altes Kohleflöz freizulegen. „Dazu benötigen wir vier Helfer gleichzeitig“, sagt Lohmann.

Der Alte Zeche-Chef baut nun auf das angekündigte bundesweite Beschäftigungsprogramm für Flüchtlinge in Ein-Euro-Jobs. „Wir sind gesprächsbereit“, sagt Lohmann. Allerdings müssten die Helfer bereits die Grundlagen der deutschen Sprache beherrschen. „Ansonsten verweigert das Bergamt die Genehmigung.“

Zuletzt hat die Alte Zeche einen sogenannten Portalkran in Betrieb genommen, der vor dem Lokschuppen über dem Gleis der Grubenbahn aufgestellt ist und den Mitarbeitern die Arbeit mit den tonnenschweren Akkus der Elektroloks deutlich erleichtert. Der 48 Jahre alte Kran mit einer Tragkraft von drei Tonnen ist von einer Straßenbaufirma aus Langenhagen kostenlos zur Verfügung gestellt worden. „So einen Kran hätten wir schon länger gebrauchen können, um die Akkus auch einmal von unten zu begutachten“, erläutert Lohmann. Loks und Bleiakkus sind extrem langlebig: Zwei der drei gebrauchten Loks des Besucherbergwerks verrichten bereits seit 1987 ihren Dienst am Deister.

Von Andreas Kannegießer

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