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Ampelanlage für die Wilhelm-Heß-Straße

Barsinghausen Ampelanlage für die Wilhelm-Heß-Straße

Die Anlieger der Wilhelm-Heß-Straße und der nördlich gelegenen Neubaugebiete werden für ihre Hartnäckigkeit belohnt: Der Rat der Stadt hat am Donnerstagabend mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP beschlossen, dass die Stadt eine Ampel bauen lässt, um Fußgängern das Überqueren der Landesstraße zu erleichtern.

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Der Einsatz hat sich am Ende ausgezahlt: Noch im April hatten Anlieger der Wilhelm-Heß-Straße für den Bau einer Ampel demonstriert.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Laut Beschluss soll die Signalanlage als sogenannte Dunkelampel ausgeführt werden, die nur auf Anforderung von Fußgängern aktiviert wird. Die Ampel wird voraussichtlich zwischen den Einmündungen von Hartjehäuser Weg und Bericoweg gebaut. Der Rat hat die Verwaltung mit dem unverzüglichen Beginn der Planung beauftragt. Das Geld - rund 50.000 Euro - soll im Haushalt für 2017, nach Möglichkeit aber schon in einem Nachtragsetat in diesem Jahr bereitgestellt werden.

Die bei Zählungen ermittelte Zahl der Fahrzeuge auf der Wilhelm-Heß-Straße und der die Fahrbahn querenden Fußgänger reicht nach den Vorgaben des Landes eigentlich nicht aus, um eine Ampelanlage anzuordnen. Die Ratsmehrheit hat deshalb entschieden, dass die Stadt auf eigene Kosten tätig wird. SPD-Parteichef Reinhard Dobelmann verwies darauf, dass viele Autos mit hoher Geschwindigkeit auf der Wilhelm-Heß-Straße unterwegs seien und es sich um einen Schulweg für Kinder handele. "Ein Zebrastreifen allein reicht da nicht aus, er würde nur eine trügerische Sicherheit bieten", sagte Dobelmann.

Vertreter der CDU und der Fraktion Aktiv für Barsinghausen (AfB) enthielten sich bei der Abstimmung der Stimme. "Eine Ampel an dieser Stelle ist sinnvoll", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Roland Zieseniß. Aber eigentlich sei es Aufgabe des Landes, das Geld zur Verfügung zu stellen. Wie Zieseniß argumentierte auch AfB-Fraktionsvorsitzende Kerstin Beckmann, dass es viele weitere vergleichbare Straßen in Barsinghausen gebe, wo Lichtsignalanlagen sinnvoll seien. Sie nannte als Beispiele die Stoppstraße, die Wennigser Straße und die Egestorfer Straße. "Das würde den Rahmen unseres Haushalts sprengen", stellte Zieseniß fest.

Auch Bürgermeister Marc Lahmann bekräftigte, dass er eigentlich das Land in der Pflicht zur Finanzierung der Ampel sehe. Die Anlage sei notwendig, "aber es würde unsere Haushaltskonsolidierung gefährden, wenn wir überall selbst solche Anlagen finanzieren würden", sagte er.

Von Andreas Kannegießer

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