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Anlieger blockieren Baustellenzufahrt

Kirchdorf Anlieger blockieren Baustellenzufahrt

Anlieger aus der Umgebung haben am Montag mit parkenden Fahrzeugen die Zufahrt zur Baustelle der Flüchtlingsunterkunft an der Einsteinstraße blockiert und damit die Arbeiten verzögert. Die von der Baufirma alarmierte Polizei sah keine Möglichkeit zum Einschreiten, weil es rechtlich keine Handhabe gegen die Blockade gab: Die Stadt hatte im Vorfeld offenbar versäumt, Halteverbotsschilder im Baustellenbereich aufzustellen.

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Vier hintereinander parkende Anliegerautos blockieren am Montag die Zufahrt zur Baustelle der Flüchtlingsunterkunft an der Einsteinstraße.

Quelle: Andreas Kannegießer

Kirchdorf. Auf der Baustelle sollten große Mengen Erdaushub abtransportiert werden, damit die Fundamente für die Containerunterkünfte vorbereitet werden können. Dazu sollten nach den Worten des Poliers der Firma Prima-Bau fünf Sattelzüge im Pendelbetrieb eingesetzt worden. Als die Mitarbeiter morgens mit der Arbeit beginnen wollten, versperrten vier hintereinander geparkte Fahrzeuge die Baustellenzufahrt.

Nachdem die Polizei nicht helfen konnte, stellte das Bauunternehmen kurzerhand wenige Meter oberhalb der blockierten Grundstückszufahrt eine behelfsmäßige zweite Auffahrt her, sodass der Abtransport des Bodens später dennoch beginnen konnte. „Die Arbeiten werden aber um mindestens einen Tag nach hinten geschoben“, sagte der Polier. Eigentlich hätten nach seinen Worten am Dienstag bereits die Fundamentarbeiten beginnen sollen.

Zu der Blockadeaktion hat die von kritischen Anliegern gegründete Bürgerinitiative „Gemeinsam in Barsinghausen“ dem Vernehmen nach in einem internen Forum aufgerufen. BI-Sprecher Damian Waclawski bestätigte, dass Anlieger ihre Autos vor der Zufahrt geparkt hätten – "um auf die Situation aufmerksam zu machen", wie er sagte. Es gebe keine Baugenehmigung für das Bauvorhaben, sagte der Sprecher. „Vielleicht wollten die Anwohner ein Zeichen setzen.“ Mit Baugrunderkundung, wie von der Stadt mitgeteilt worden sei, hätten die Arbeiten jedenfalls nichts zu tun. Waclawski deutete an, dass die Fahrzeuge wohl kurzfristig weggefahren werden. „Wir wollen keinen Streit, sondern lediglich ernstgenommen werden.“

Bürgermeister Marc Lahmann kritisiert die Anliegeraktion als „nicht nachvollziehbar“. Die Blockade werde den Bau der Unterkunft nicht verhindern. „Ich habe dafür kein Verständnis“, sagt er. Der Verwaltungschef bestätigt, dass es noch keine Baugenehmigung für das Vorhaben gibt. „Wir werden mit Teilbaugenehmigungen arbeiten“, kündigt er an. Eile sei geboten, weil die Wohncontainer in Österreich bereits fertiggestellt seien. „Sie stehen zum Transport parat.“

Von Andreas Kannegießer

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