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Anlieger in Sorge wegen Sammelunterkunft

Barsinghausen Anlieger in Sorge wegen Sammelunterkunft

Der Plan der Region Hannover, eine Sammelunterkunft für bis 328 Flüchtlinge in Barsinghausen zu errichten, wird von Anliegern in Kirchdorf mit Sorge betrachtet. Obwohl der Standort noch nicht bestätigt ist, ist Kirchdorf in der engeren Wahl.

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Eine Wohnanlage mit Holzmodulen soll in Barsinghausen entstehen - ähnlich der, die an der Steigertahlstraße in Hannover-Linden errichtet wurde.

Quelle: Michael Thomas

Kirchdorf. Dort besitzt die Region Grundstücke. Eines ist eine Fläche südlich des Deisterbades an der Einsteinstraße. Erster Stadtrat Georg Robra hatte Montagnachmittag unangemeldet Besuch von zwei Anliegern. Sie wollten wissen, ob es nicht sinnvoller sei, Flüchtlinge weiterhin dezentral in kleineren Wohneinheiten unterzubringen anstatt in großen Unterkünften.
Doch das ist zurzeit keine Option. „Bei 30 Flüchtlingen pro Woche ist das nicht mehr möglich“, sagte Robra. Im Sommer, so seine Erwartung, werde die Anzahl der Flüchtlinge noch zunehmen.

Der Vorteil des Regionsangebots für die Stadt liegt darin, dass die Region für die Unterkunft zahlt. 9,15 Millionen Euro können es werden. Dienstagnachmittag berät die Regionsversammlung darüber. Eine Tatsache, die von den Anliegern mit Argwohn betrachtet wird. „Welchen Einfluss hat die Stadt noch auf die Entscheidung“, fragen sie.
Laut Robra werden die Details noch verhandelt. Zudem gelte weiterhin: Erst werden die Politiker informiert, dann die Bürger. Wahrscheinlich wird es in der übernächsten Woche eine Veranstaltung geben. „Ich kann nachvollziehen, dass die Nachbarn skeptisch sind“, meint Robra. Nicht jeder werde die schließlich gefällte Entscheidung mittragen. Auch in Bantorf sei die Reaktion während der Informationsveranstaltung zunächst zurückhaltend gewesen, erinnert er. Doch dann wurde das Flüchtlingswohnheim als Herausforderung gesehen, die Bantorfer sind aktive Helfer geworden.

CDU-Ratsherr Tilman Kuban meint jedoch: „So viele Menschen, das erschwert die Integration.“ Es würden mindestens doppelt so viele wie in Bantorf. Die Kirchdorfer wollen heute Abend im Rat Fragen stellen. Morgen muss Bürgermeister Marc Lahmann mit Besuch rechnen.

Von Jörg Rocktäschel

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