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Anliegerin führt kreativen Kampf gegen Hundekot

Kirchdorf Anliegerin führt kreativen Kampf gegen Hundekot

Für jeden Haufen ein Fähnchen: Mit viel Arbeit und einer Prise Humor versucht eine Kirchdorferin eines Problems Herr zu werden, das viele Bürger kennen dürften: Hundehaufen.

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Mit laminierten Fähnchen hat Annette Himmelseher jedes einzelne Kothäufchen neben dem Verbindungsweg an der Heinrich-Poppe-Straße versehen.

Quelle: Mirko Haendel

Kirchdorf. Annette Himmelseher wohnt in einem Einfamilienhaus an der Heinrich-Poppe-Straße in Kirchdorf. Ihr Grundstück liegt an einem kleinen Durchgangsweg zur Landstraße. Der zum Weg gehörende Grünstreifen ist übersät mit Hundekothaufen. „Wo ist das Problem?“, könnten wohl vor allem die Hundebesitzer denken. Das Problem ergibt sich aus einem Paragrafen der Straßenreinigungsverordnung der Stadt Barsinghausen. Dieser besagt, dass die Reinigung und Pflege eines solchen Weges Aufgabe der Anlieger sei. Annette Himmelseher bestätigt: „Wir mähen regelmäßig den Rasen auf dem Grünstreifen und entsorgen zuvor den Müll.“ Auch die sogenannten Tretminen? „Wir müssen die Hundehaufen vorher einsammeln, ansonsten fliegen sie uns beim Mähen um die Ohren oder landen im Fangkorb des Rasenmähers“, erklärt die Kirchdorfer Anliegerin.

Derzeit sind ungefähr 40 Kothaufen auf dem gut 30 Meter langen Grünstreifen auszumachen. Seit wenigen Tagen steckt in jeder Hinterlassenschaft ein einlaminiertes rotes oder gelbes Schildchen. Auf ihnen finden sich Sprüche wie „Achtung Tretmine“, „Frauchen ist es scheißegal“, „Wir finden es scheiße“ und „Haufen sucht Frauchen“. „Ich habe von dieser Idee übers Fernsehen erfahren und mich davon inspirieren lassen“, berichtet Annette Himmelseher. „Ich will auf diese Weise auf das Problem aufmerksam machen.“ Es gebe in der näheren Umgebung ausreichend Möglichkeiten, seinen Hund auszuführen, ohne dass die Haufen dort störten, meint die Anliegerin – „wenn man sie denn nicht mit einem Beutel entsorgen möchte“.

Sie sei mittlerweile von Passanten und Nachbarn für die Aktion gelobt worden, sagt Himmelseher. „Und ich habe das Gefühl, dass in den letzten Tagen kein neuer Haufen dazugekommen ist.“ Sind die Schildchen die Lösung des Problems? Für Opfer allzu ignoranter Hundehalter wäre es zu hoffen, denn einen Grünstreifen einfach nicht mehr zu pflegen, weil die Entsorgung des Hundekots durchaus eklig ist, ist keine Alternative. In der Straßenreinigungsverordnung ist nämlich ebenfalls festgelegt, dass das Unterlassen der Reinigungs- und Pflegeaufgaben mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro geahndet werden kann. Bliebe zuletzt nur noch, Hund und Halter sozusagen auf frischer Tat zu erwischen. In diesem Fall droht Herrchen oder Frauchen ein Bußgeld.

Von Mirko Haendel

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