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Anna-Forcke-Stift: Eröffnet Hospiz im April 2018?

Barsinghausen Anna-Forcke-Stift: Eröffnet Hospiz im April 2018?

Andrea und Ernst Wildhagen als Bauherren und der Verein für Gemeindediakonie haben gemeinsam ein Ziel: Das lange leer stehende Anna-Forcke-Stift soll im April 2018 fertig saniert sein und als stationäres Hospiz wieder eröffnet werden – genau 110 Jahre nach der Fertigstellung des ursprünglichen Stift-Gebäudes.

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Ortstermin im Anna-Forcke-Stift: Andrea und Ernst Wildhagen (von links) erläutern gemeinsam mit Tobias Fischer, Dirk Nolte, Joachim Richter, Marina Hettwer und Friedhelm Feldkamp die Umbaupläne für das historische Gebäude in ein Hospiz.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Das Ehepaar Wildhagen hat das unter Denkmalschutz stehende Gebäude am Deisterhang oberhalb der Bergstraße gekauft, nachdem es der Vorbesitzer mehr als 20 Jahre lang sich selbst überlassen hatte. Entsprechend groß sind die Schäden in dem Baudenkmal: Der Hausschwamm ist in Mauern und Gebälk eingedrungen, und in einem nach einem Brand beschädigten Gebäudeteil sind sogar Teile des Daches sowie Zwischendecken eingebrochen.

Dennoch strahlt das Gebäude noch immer viel von seiner ursprünglichen architektonischen Schönheit aus. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, beschreibt Andrea Wildhagen ihre Empfindungen, als sie das Anna-Forcke-Stift vor rund einem Jahr zum ersten Mal betreten hatte. Seither hatten die Wildhagens gemeinsam mit dem Bantorfer Architekten Dirk Nolte und anderen Experten geprüft, ob sich die Sanierung des alten Gebäudes tatsächlich realisieren lässt und wie es künftig genutzt werden kann.

Überlegungen, in dem Haus Wohnungen und Praxen einzurichten, seien aufgegeben worden, berichtete Andrea Wildhagen am Donnerstag bei einem Ortstermin. Statt dessen entstand gemeinsam mit dem Diakonieverein die Idee, das Anna-Forcke-Stift künftig als stationäres Hospiz zu nutzen. Inzwischen liegen Zahlen vor: „Wir rechnen für die Gebäudesanierung mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro“, sagt Ernst Wildhagen. Die Gemeindediakonie will einen Betreiberverein gründen und das gesamte Anna-Forcke-Stift mit seinen rund 1600 Quadratmeter Nutzfläche langfristig mieten.

Im Gebäude sollen nach den aktuellen Plänen zehn bis 15 Hospizplätze für sterbenskranke Menschen entstehen, außerdem Wohnräume für Angehörige. Es gebe einen großen Bedarf an stationären Hospizplätzen, sagt Pastor Friedhelm Feldkamp, Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins für Gemeindediakonie. „Wir sind getrieben, etwas zu tun.“ Der Verein ist finanziell auch selbst stark gefordert: Er muss die gesamte Ausstattung und Inneneinrichtung des Hospizes finanzieren. Zudem rechnet die Diakonie nach den Worten von Vereinsvorstand Joachim Richter mit Anlaufkosten von bis zu 400 000 Euro, „bis die volle Auslastung erreicht ist“.

Die Stadt Barsinghausen will dem Diakonieverein nach den Worten von Bürgermeister Marc Lahmann finanziell unter die Arme greifen: Für das Projekt will die Stadt demnach Geld aus einem Erbe beisteuern, das die Kommune mit der Maßgabe erhalten hatte, es für soziale Zwecke einzusetzen.

Der untere, nördliche Teil des 6000 Quadratmeter großen Grundstücks des Anna-Forcke-Stifts wird anders genutzt: Architekt Nolte hat die Fläche gemeinsam mit einem Geschäftspartner gekauft und will dort vier individuelle Einfamilienhäuser errichten.

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Von Andreas Kannegießer

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