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Anna-Forcke-Stift: Umbau beginnt deutlich später

Barsinghausen Anna-Forcke-Stift: Umbau beginnt deutlich später

Die Pläne zum Umbau des früheren Anna-Forcke-Stifts in ein stationäres Hospiz verzögern sich. Nach Mitteilung der Bauherren Andrea und Ernst Wildhagen werden die Bauarbeiten wohl erst im nächsten Jahr starten können. Das Ehepaar begründet die Verschiebung mit bürokratischen Hürden und langen Entscheidungswegen.

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Das Anna-Forcke-Stift kann erst später als erhofft umgebaut werden.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Andrea und Ernst Wildhagen hatten das seit Jahren leer stehende Baudenkmal am Deisterrand im vergangenen Jahr gekauft. Gemeinsam mit dem Barsinghäuser Verein für Gemeindediakonie entwickelten die Investoren den Plan, das großzügige Gebäude in ein Hospiz umzubauen, das der Verein langfristig mieten will. Die Umbaukosten sind auf drei Millionen Euro veranschlagt worden. Noch im Oktober waren die Bauherren von einem sehr kurzfristig möglichen Baubeginn ausgegangen.

Diese Hoffnung hat sich aber nicht erfüllt. Nach Mitteilung von Andrea und Ernst Wildhagen ist zwar die Gesamtplanung bereits sehr weit fortgeschritten. Probleme gibt es aber vor allem in zwei Bereichen: Über verschiedene Förderanträge für das Projekt ist noch nicht entschieden, und auch die Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden dauert länger als erhofft. Beides bringt nun den gesamten Ablaufplan durcheinander. „Wir hatten bereits mit diversen Baufirmen gesprochen und Angebote eingeholt“, berichtet Ernst Wildhagen. „Wenn sich jetzt die Termine verschieben, haben diese Firmen keine Zeit mehr.“ Nach den Worten von Andrea Wildhagen sind die Anforderungen an den Denkmalschutz sehr hoch. Die Suche nach Lösungen, die dem Denkmalschutz entsprächen und auch noch wirtschaftlich tragbar seien, dauere einfach länger. „Darüber sind wir sehr enttäuscht, denn es vergeht kostbare Zeit und macht die Sanierung eventuell auch teurer“, sagen die Wildhagens. Doch aufregen lohne sich nicht: „Man braucht Geduld und Ruhe.“

Zu den Förderern des Hospiz-Projekts gehören die Stadt Barsinghausen – die Geld aus einem Erbe als Zuschuss zur Verfügung stellt – und der Kirchenkreis Ronnenberg. Der Kirchenkreistag soll in seiner nächsten Sitzung über einen Zuschuss und ein Liquiditätsdarlehen für das Hospiz mit etwa zehn bis 15 Plätzen entscheiden.

Von Andreas Kannegießer

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