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Arbeit und Leben der Spanier in Barsinghausen

Barsinghausen Arbeit und Leben der Spanier in Barsinghausen

Über das Arbeiten und Leben der ehemaligen spanischen Gastarbeiter in Barsinghausen hat Eckard Steigerwald am Mittwoch im I-Punkt der BFW-Bildungsstätte berichtet. Dabei stellte der pensionierte Stadtarchivar zudem das Buch "Spanier – Espanoles. Ihr Leben in Barsinghausen 1960 bis 1975" vor.

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Eckard Steigerwald und Integrationscoach Petra Kummer bereiten im I-Punkt den Vortrag über die "Spanier in Barsinghausen von 1960 bis 1975" vor.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Als Mitglied einer sechsköpfigen Autorengruppe veröffentliche Steigerwald vor wenigen Monaten das knapp 280 Seiten starke Buch mit historischen Erläuterungen sowie mit Text- und Bilddokumenten über die Spanier in Barsinghausen. Weil die großen Firmen Bahlsen und Teves damals nicht genügend Arbeitskräfte aus der Region fanden, kamen ab 1960 die ersten Frauen und Männer von der Iberischen Halbinsel als sogenannte Gastarbeiter an den Deister – auf der Grundlage eine deutsch-spanischen Anwerbeabkommens.

"Schon 1969 lebten hier mehr als 2000 Spanier, deren Anteil an der gesamten Einwohnerzahl von Alt-Barsinghausen betrug damals mehr als 14 Prozent. Bis 1980 kamen mehr als 5000 Menschen aus Spanien an den Deister", erläuterte Steigerwald, der von 1991 bis 2016 als Archivar in der Stadtverwaltung arbeitete.

Mehrere der sogenannten Gastarbeiter kamen nach Angaben des Fachmannes nur für wenige Jahre nach Barsinghausen – viele andere blieben länger oder wurden in der Deisterstadt sogar sesshaft.

"Sie haben einen Abschnitt der jüngeren Geschichte Barsinghausens ganz entscheidend mitgeprägt. Solch eine große spanische Kolonie war schon einzigartig in der Region", betonte Steigerwald bei seinem Vortrag im 2016 eröffneten I-Punkt der BFW-Bildungsstätte an der Marktstraße.

Drei Integrationscoaches betreuen im I-Punkt derzeit 16 Langzeitarbeitslose in Kooperation mit dem Jobcenter: Sie unterstützen die Frauen und Männer unter anderem bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, helfen bei der Arbeitsplatzsuche sowie bei Behördengängen.

"Wir wollen uns als neue Einrichtung in dieser Stadt stärker öffnen und bieten daher solche Veranstaltungen an. Mitarbeiter und Teilnehmer waren an den Vorbereitungen gemeinsam beteiligt", sagte Integrationscoach Heinz-Jörgen Kunze-von Hardenberg.

Von Frank Hermann

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