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Archäologen entdecken Gräber der Germanen

Barsinghausen Archäologen entdecken Gräber der Germanen

Mitarbeiter der archäologischen Grabungsfirma ArchaeoFirm haben auf der rund 20 Hektar großen Suchstelle an der Deponiestraße einige frühgeschichtliche Gräber entdeckt. Diese liegen nahe der L 392. „Es gibt allerdings keine reichhaltigen Beigaben“, sagt Grabungsleiter Stefan Agostinetto.

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Vor Groß Munzel liegt ein 20 Hektar großes Grabungsfeld. Dort siedelten Germanen.

Quelle: Rocktäschel

Groß Munzel. Zeitlich exakt seien die Gräber schwer zu bestimmen. Es handelt sich um Brandbestattungen aus den Jahrhunderten vor und nach Christus. Die Bereiche werden nun im Block ausgehoben und dann im Labor untersucht. Vielleicht wird es sogar möglich, das Geschlecht der Toten herauszufinden, ist Bezirksarchäologe Friedrich-Wilhelm Wulf vom Landesamt für Denkmalpflege zuversichtlich. Die Germanen haben ihre Toten meist in Sichtweite ihrer Siedlungen bestattet, etwa 300 Meter entfernt, ergänzt er.
Doch an der Fundstelle ist sehr viel beim Pflügen zerstört worden. Dort sei der Mutterboden nicht so mächtig wie am anderen Ende des Grabungsbereichs. Die Schicht steigt von 40 bis 50 Zentimeter auf 70 bis 80 an. Auf Grund des Pflügens waren allerdings viele Oberflächenfunde möglich. Harald Nagel, Mitarbeiter des Landesamts, hat diese schon vor Jahren entdeckt. „Für uns Geologen ist der Bereich einzigartig. Einerseits freuen wir uns über die vielen Entdeckungen, andererseits bedauern wir, dass die Siedlungsreste nun zerstört werden“, ergänzt Wulf.
Bis die gesamte Fläche untersucht ist, werden noch einige Monate vergehen. Die Hannover Region Grundstücksgesellschaft entwickelt dort mit der Stadt ein Logistik-Gewerbegebiet.

Von Jörg Rocktäschel

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