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Asylbewerberheim wird auf Parkplatz errichtet
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Barsinghausen Asylbewerberheim wird auf Parkplatz errichtet

Die Entscheidung ist gefallen: Standort des neuen Asylbewerberheims ist der Ausweichparkplatz des neues Friedhofs neben Klein Basche. Das Haus für zunächst 50 Flüchtlinge wird Anfang des nächsten Jahres bezugsfertig sein.

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Quelle: dpa

Barsinghausen. Am Ende ging alles fix. Der Verwaltungsausschuss hat am Mittwochabend für den Standort gestimmt. Die Grünen waren dagegen. Als Gründe nannte Fraktionsvorsitzende Ulrike Westphal die ablehnende Haltung des Integrationsbeirats und der Anlieger für das Gelände.

Die Gruppe aus CDU, FDP und UWG hatte sich schon vor einer Woche für den Parkplatz ausgesprochen. SPD und Grüne tagten im Vorfeld der Sitzung am Dienstagabend recht lange. „Grundsätzlich sind wir für eine dezentrale Unterbringung. Wir haben das Für und Wider der infrage kommenden Standorte noch einmal abgewogen. Das Gelände am Reitbach hätten wir besser gefunden“, sagte SPD-Fraktionschef Peter Messing.

Dafür hätte ein Ratsbeschluss zum Verkauf des Grundstücks aufgehoben werden müssen, was Zeit kostet - Zeit, die die Stadt nicht hat. Fachdienstleiterin Heide Heyerhorst hat bei der Region einen Zuweisungsstopp für die Sommermonate erreicht. „Wir werden der Region jetzt melden, dass unser Haus nicht vor Februar fertig wird“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann. Sollten dennoch Flüchtlinge kommen, müsse die Stadt nach einer Übergangslösung suchen. „Eine Unterbringung in Turnhallen wird es mit uns nicht geben. Die Asylbewerber haben in den Kriegsgebieten schon Schlimmes mitgemacht“, sagte Messing.

Der Ausschuss hat die Kriterien für die europaweite Ausschreibung festgelegt: 50 Plätze mit Erweiterung auf 75, zwei Drittel Doppelzimmer mit 15 Quadratmeter Fläche, die Einzelzimmer sind zehn Quadratmeter groß. Es gibt kleine Wohneinheiten für jeweils sechs Personen. Sie teilen sich Bad und Küche. Der Vertrag mit dem Betreiber wird auf zehn Jahre geschlossen. Den Bau bezahlt die Region.

Anlieger der Nordstraße sind gegen den Bau

Anlieger der Nordstraße bezweifeln, dass laut dem Bebauungsplan Neuer Friedhof auf der Parkfläche ein Asylbewerberheim errichtet werden darf. Dieses Areal sei lediglich für Gebäude vorgesehen, die für die Grünflächenpflege durch Mitarbeiter des Betriebshofes benötigt werden, argumentieren die Bürger. Sie wollen ein Schreiben an Bürgermeister Marc Lahmann aufsetzen und Unterschriften sammeln. Baudezernent Tobias Fischer widerspricht der Auffassung der Anlieger. „Grundsätzlich ist eine Befreiung von der Auflage im Bebauungsplan möglich.“ Die Baugenehmigung könne kurzfristig erteilt werden. Bei der Standortsuche für das Asylbewerberheim sei das Grundstück an der Hannoverschen Straße vom Fachbereich planungsrechtlich beurteilt und auf die Liste genommen worden

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