Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Auch Ausbau der alten ICE-Trasse ist möglich

Barsinghausen Auch Ausbau der alten ICE-Trasse ist möglich

In den Bundesverkehrswegeplan 2030, den das Bundeskabinett verabschiedet hat, ist ein Zusatz eingefügt worden, der Bedeutung für Barsinghausen hat. Beim Ausbau der Bahnstrecke Richtung Ruhrgebiet zwischen Hannover und Porta Westfalica sind nun auch zwei zusätzliche Gleise neben den bestehenden möglich.

Voriger Artikel
Barsinghausen als Stadt für junge Familien
Nächster Artikel
Unfall auf der B 65 nach Überholvorgang

Die Bürgerinitiative BI Munzel wehrt sich gegen den Neubau einer Bahntrasse.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Ursprünglich war nur eine Variante vorgesehen: Eine ICE-Neubautrasse Hannover-Bielefeld sollte in der Feldmark zwischen Groß Munzel und Holtensen verlaufen und auch Seelze betreffen. Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann begrüßt, dass nun nicht mehr nur von einem Neubau, sondern auch von einem Ausbau der Trasse die Rede ist. „Eine ergebnisoffene Prüfung ist wichtig“, sagte er am Freitag. Er wundert sich allerdings, dass von eine vor Jahren angedachte Variante überhaupt nicht mehr diskutiert wird. Es sollte eine Süd-Umfahrung von Hannover für den Güterverkehr geben. Denn der Bereich des Hauptbahnhofs Hannover sei das eigentliche zeitraubende Nadelöhr. Für eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit sei die Einbeziehung dieser möglichen Route durchaus von Bedeutung.

Mit einem Ausbau der vorhandenen Strecke käme die Nachbarstadt Wunstorf ins Spiel. Doch auf Grund der dichten Bebauung ist sich der Bund im Klaren darüber, dass eine Trassenerweiterung in der Kernstadt nicht möglich ist. Das Problem dieser Engstelle könnte nach Angaben des Landesverkehrsministeriums mit Umfahrungen oder kleineren Neutrassierungen gelöst werden.

Eine solche weitere Trasse an der bestehenden Bebauung Wunstorfs vorbei darf nach Ansicht von Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt jedoch nicht durch das geplante Gewerbegebiet verlaufen: „Unsere Stadtentwicklung darf nicht beeinträchtigt werden.“ Er geht davon aus, dass sich im Korridor zwischen Wunstorf und Barsinghausen eine Lösung finden lassen wird: im Bereich von Autobahn und Mittellandkanal.

Fest steht, dass der Bund die neuen Trassenverläufe in einem Dialogverfahren mit allen beteiligten Kommunen festlegen wird. Das war eine wichtige Forderung von beiden Kommunen. Ein solches Verfahren hatte es schon für die Schienenverbindungen im Raum Hannover/Bremen/Hamburg gegeben. Wann das Dialogverfahren beginnt, ist noch offen – und erst recht, wann die neuen Trassen realisiert werden könnten.

Sicher ist aber, dass Barsinghausen und Wunstorf das Verfahren kritisch begleiten werden. Widerstand gegen die Neubauvariante gibt es bekanntlich auch in Seelze. Dort haben die Planer unter anderem den Stadtteil Seelze-Süd nicht berücksichtigt. In Barsinghausen sind sich Politik, Verwaltung und auch betroffene Grundeigentümer und die Bürgerinitiative BI Munzel einig: Die Neubaustrecke im nördlichen Stadtgebiet würde zu unzumutbaren Belastungen führen.

Von Jörg Rocktäschel
 und Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6smokwqhpdezd4mberm
Sänger setzen Brauch der Adventskonzerte fort

Fotostrecke Barsinghausen: Sänger setzen Brauch der Adventskonzerte fort

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de