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Aufklärungsquote der Polizei steigt

Barsinghausen Aufklärungsquote der Polizei steigt

Die Anzahl der Straftaten im Bereich des Polizeikommissariats Barsinghausen ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 150 auf 1934 gesungen. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die Donnerstag vorgestellt wurde. 64,12 Prozent aller Straftaten konnten aufgeklärt werden, fast vier Prozent mehr.

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Stellen die Statistik vor: Kommissariatsleiter Achim Bense (links) und Joachim Eickmeyer, Leiter Kriminal- und Ermittlungsdienst.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. 2013 waren es noch 2174 bearbeitete Fälle. Damit setzt sich Abwärtstrend fort. Kommissariatsleiter Achim Bense ist mit den Zahlen insgesamt zufrieden, zumal auch in den die Bevölkerung besonders betreffenden Bereichen Rohheitsdelikte (253) und Diebstähle (596) die Fälle deutlich abnahmen – und zwar um 55 und 182. Eine Zunahme gab es allerdings bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz von 69 auf 180 Fälle.

Gegen 929 Tatverdächtige, 730 davon Erwachsene, wurde in 2015 insgesamt ermittelt. Die Männer liegen mit einer Gesamtzahl von 682 deutlich vorn. 64,12 Prozent aller Straftaten konnten aufgeklärt werden. Bei den 180 Körperverletzungen, 30 davon schwer, liegt die Aufklärungsquote sogar bei 90,51 Prozent.

83mal wurden Autos aufgebrochen (plus drei), elf Autos wurden gestohlen, fünf weniger als im Vorjahr. Einen deutlichen Rückgang gab es bei den Fahrraddiebstählen von 107 auf 78. Warenhaus- und Ladendiebstähle wurden 183mal angezeigt (Vorjahr 211). Diebstähle aus Wohnungen gab es 90mal (plus elf), 65mal war es ein Einbruch (plus 16). Allerdings hat sich in diesen Fällen die Aufklärungsquote mit 55,38 Prozent mehr als verdoppelt. „Das ist eine seht gute Quote“, betont Joachim Eickmeyer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes.

Diebstähle werden nun zentral in der Polizeiinspektion Garbsen bearbeitet. Zusammenhänge von Fällen in unterschiedlichen Kommunen könnten leichter hergestellt werden. „Die Zusammenarbeit ist sehr effektiv“, ergänzt Eickmeyer.

351 Betrugsfälle wurden bearbeitet, 54 mehr als 2014. davon entfielen 162 auf den Bereich Waren- und Kreditbetrug – hauptsächlich handelte es sich um Angebote oder Bestellungen im Internet. Unterschlagungen gab 44 Fälle, 19mal Urkundenfälschung. Raub wurde neunmal angezeigt. Verstöße gegen das Waffengesetz wurden 25 registriert, 15 mehr als 2014. Dabei handelte es sich um das unerlaubte Mitführen von Gaspistolen, für die ein sogenannter kleiner Waffenschein notwendig ist.

Die deutlich gestiegene Anzahl der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BTM) in der Stadt irritiert zunächst. 180 Fälle wurden registriert, 2014 waren es noch 69. Doch es handelt sich hierbei um sogenannte „Hol-Fälle“, sagt Joachim Eickmeyer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes.
Die Verstöße werden der Polizei nicht angezeigt, sie werden von ihr aufgedeckt. Zwei besonders geschulte Fachkräfte stehen nun wieder zur Verfügung. Und die Zusammenarbeit im Kommissariat sei sehr eng. „Unsere Beamten leisten gute Ermittlungsarbeit“, betont er. So sei Anfang 2015 eine Cannabis-Plantage entdeckt worden. Der Verkaufswert lag bei etwa 15 000 Euro.
Allgemeine BTM-Verstöße gab es 139, Verstöße mit Cannabis 94, Kokain und Crack 28, Amphetamine acht. Wer zum Beispiel unter BTM-Einfluss Auto fährt und erwischt wird, muss mit einem zweiten Verfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes rechnen. Zudem werde in diesem Zusammenhang auch erfolgreich in anderen Fällen, wie Beschaffungskriminalität oder Handel ermittelt.

Von Jörg Rocktäschel

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