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Aus für die Berufsorientierung?

Barsinghausen Aus für die Berufsorientierung?

Das aufwendige Programm zur Berufsvorbereitung und -orientierung für Hauptschüler ist offenbar in Gefahr. Das Land Niedersachsen will im nächsten Schuljahr mehr Sozialarbeiterstellen für Schulen schaffen, statt dessen aber das sogenannte Hauptschulprofilierungsprogramm zusammenstreichen. „Das ist für uns eine dramatische Situation“, sagt der Leiter der Barsinghäuser Goetheschule (KGS), René Ehrhardt.

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Bewerbungstraining für Oberschüler: Derartige Berufsvorbereitungsprojekte an den Schulen könnten wegfallen, wenn das Land das Hauptschulprofilierungsprogramm auslaufen lässt.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. An der Goetheschule, der Lisa-Tetzner-Oberschule (LTS) und der Bert-Brecht-Förderschule begleiten Experten der Beratungsgesellschaft Pro Beruf den Übergang der Schüler von der Schule in den Beruf. Sie beraten, organisieren Praktika und Berufsbildungsangebote und vermitteln Kontakte zu Betrieben. Die Stadt Barsinghausen beziffert die Kosten für das Berufsorientierungsprogramm für Hauptschüler auf insgesamt 84 000 Euro jährlich für die Goetheschule und die LTS. Das Land trägt davon immerhin 52 000 Euro, die nun wegzufallen drohen.

„Wir haben ein seit 14 Jahren hervorragend funktionierendes Netzwerk“, sagte Schulleiter René Ehrhardt am Montagabend in der Sitzung des Barsinghäuser Schulausschusses. Sozialarbeiter könnten diese Aufgabe nicht übernehmen. „Sie sind nicht zuständig für die Vermittlung von Berufsinformationen.“ LTS-Fachbereichsleiter Matthias Kutschinski verwies auf die zusätzliche Herausforderung, die mit der Berufsvorbereitung von Flüchtlingskindern auf die Schulen zukomme „Es wäre sehr gefährlich, wenn das Netzwerk nicht mehr da wäre“, sagte der Pädagoge.

Die Barsinghäuser Politiker reagierten in der Sitzung ebenso überrascht wie entsetzt. Über die Parteigrenzen hinweg forderten sie, politischen Druck auf das Land auszuüben, damit der Beschluss zum Wegfall des Hauptschulprofilierungsprogramms korrigiert werde. „Wir sollten alle unsere Kontakte nutzen und auch weitertragen, welche Probleme sich künftig ergeben“, sagte der Ausschussvorsitzende Thomas Wittschurky (SPD). Bernhard Klockow (FDP) plädierte dafür, die ausfallenden Landeszuschüsse für das Programm zur Not selbst im Haushalt der Stadt Barsinghausen bereitzustellen. Wichtig sei, dass das Berufsorientierungsvorhaben nicht gegen die Schulsozialarbeit ausgespielt werden dürfe, sagte Andreas Hartig (Grüne).

Von Andreas Kannegießer

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