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Ausstellung zeigt 
Schrecken der Flucht

Barsinghausen Ausstellung zeigt 
Schrecken der Flucht

Der Kunstverein lädt für Freitag, 12. August, um 18 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Weiter so?“ in den Raum für Kunst ein, Egestorfer Str.aße 36A, hinter Stiller’s Restaurant. Zu sehen sind Bilder von Pepa Salas Vilar und Rolf Löhrmann sowie Skulpturen von Uwe Schloen.

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Rolf Löhrmann akzentuiert die Sicht auf das Grauen und die Grausamkeit. Pepa Salas Vilar zeigt einfühlsam Gesichter und Wege der Flucht.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Löhrmann und Salas Vilar wollen den Blick auf das Leiden der Menschen lenken. Beide zeigen das Schicksal von Flüchtlingen. Löhrmann weiß, dass er den Betrachtern viel zumutet, denn seine Darstellungen – vor allem die von hilflosen Kindern – sind schonungslos brutal. Bei früheren Ausstellungen hat er die Erfahrung gemacht, dass sich die Menschen schweigend abwenden oder die Bilder ertragen. Reaktionen kommen selten. Dabei hofft der Maler auf den Dialog. Schon als Lehrer für Kunst und Geschichte habe er versucht, Toleranz und Menschlichkeit zu vermitteln. „Wenn es mit gelingt, mit meinen Bildern die Welt ein klein wenig weniger schlecht zu machen, dann ist es gut“, meint er.

Pepa Salas Vilar zeigt zwar ebenfalls das Leid, doch sie lässt Hoffnung aufkommen. Ihre Portraits zeigen den Weg der Menschen, die auch wenn sie angekommen sind, noch nicht wirklich da sind. Als Spanierin habe sie das Glück, sich in Europa frei bewegen zu können. Aber auch sie habe erfahren, wie schwierig es ist, sich in eine andere Gesellschaft zu integrieren. „Die Flüchtlinge kommen nur mit der Hoffnung auf Leben“, sagt sie. Schon als Kind habe sie in ihrer Heimatstadt erlebt gesehen, welche Mühen Flüchtlinge auf sich genommen hatten, um Kriegen zu entfliehen. Das habe einen tiefen Eindruck hinterlassen und den Anstoß für ihre Bilder gegeben.

Verbindendes Element sind Skulpturen von Uwe Schloen, die insgesamt drei Ausstellungen im Raum für Kunst begleiten werden. Er reduziert seine Figuren auf Kopf, Rumpf und Beine. Die Füße sind in Stiefel einbetoniert, so dass sie den Bildern nicht ausweichen können, ihnen ausgeliefert sind. Ein Engel wendet sich mit Schrecken ab.

Von Jörg Rocktäschel

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