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Bahn will viel mehr Geld für Industriegleis

Barsinghausen Bahn will viel mehr Geld für Industriegleis

Die Stadt Barsinghausen und die Deutsche Bahn stehen offenbar vor einem juristischen Scharmützel um das Barsinghäuser Industriegleis, das das Gewerbegebiet Reihekamp an das Schienennetz der Bahn anschließt.

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Die Anschlussweiche des Barsinghäuser Industriegleises muss demnächst ersetzt werden. An den Kosten dafür will die Deutsche Bahn die Stadt über höhere monatliche Servicebeträge beteiligen.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Der Grund: Die Bahn will nach Angaben der Verwaltung zehnmal mehr Geld als bisher von der Stadt Barsinghausen als Beitrag für den Betrieb und die Wartung der Anschlussweiche. Die Stadt will diese Vervielfachung nicht akzeptieren. Daraufhin hat die DB Netz AG laut Stadt den Vertrag über den Anschluss des Industriegleises mit Wirkung von Ende Januar 2018 gekündigt. Die Stadtverwaltung wiederum will das drohende Aus für das Gleis nicht hinnehmen und hat einen Rechtsanwalt für Eisenbahnrecht mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt.Das 1,9 Kilometer lange Industriegleis zweigt unmittelbar östlich der Hannoverschen Straße von der S-Bahn-Deisterstrecke ab und verläuft dann geschwungen am Ostrand der Kernstadt bis in die Gewerbegebiete. Nach den Worten von Baudirektor Tobias Fischer nutzen derzeit die beiden Firmen Deltastahl und Primagas das Gleis, um sich mit Waren beliefern zu lassen. Der Verkehr auf dem nicht elektrifizierten Gleis wird mit Diesellokomotiven abgewickelt, die mehrmals wöchentlich die Güterwaggons zu den Betrieben bringen.Nach Fischers Worten ist die Stadt selbst für die Unterhaltung und Reparatur des Gleises verantwortlich. Dafür werde Jahr für Jahr ein fünfstelliger Betrag aufgewendet, sagt der Baudirektor: „Mal mehr, mal weniger.“ Die Deutsche Bahn ist demnach für den Betrieb der Anschlussweiche zuständig. Als Beitrag zu den Bedienungs- und Servicekosten dafür entrichtet die Stadt laut Fischer bisher 300 Euro monatlich an die Bahn. „Künftig sollen wir 3000 Euro bezahlen.“ Nach den Worten des Baudirektors will die Bahn so den demnächst fälligen Austausch der Weiche refinanzieren. „Wir wollen aber nicht schlechter gestellt werden als bisher“, betont Fischer. Die Vertragskündigung vonseiten der Bahn ist im Rathaus gar nicht gut angekommen. „Wir sind nicht so erfreut, wie die Bahn mit dem Vorgang umgeht“, sagt Fischer. Die Deutsche Bahn hält sich angesichts des laufenden Streits bedeckt. „Zwecks Anpassung des Vertrages“ habe der derzeit gültige Vertrag gekündigt werden müssen, teilt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis nur mit. „Der neue Vertragsentwurf liegt der Stadt vor.“

Von Andreas Kannegießer

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