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Bahntrasse: Ministerium ist dialogbereit

Barsinghausen Bahntrasse: Ministerium ist dialogbereit

Die Bedenken gegen den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 sind groß. Dies zeigte sich bei einer nicht öffentlichen Diskussionsveranstaltung in der Abtei in Wunstorf. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, informierte über den Sachstand.

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Diskussion über die Trassenplanung mit Maik Beermann (von links), Enak Ferlemann, Maria Flachsbarth, Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und Hendrik Hoppenstedt.

Quelle: Rita Nandy

Barsinghausen. Die eineinhalbstündige Diskussion mit Vertretern betroffener Kommunen und Bürgerinitiativen, sei sachlich verlaufen, urteilen die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth und Gerald Schroth, Vorsitzender der BI Munzel. Ferlemann habe deutlich gemacht, dass es sich für die Strecke zwischen Hannover und Bielefeld um einen Entwurf handele. Beim späteren Planfeststellungsverfahren müssten alle Varianten – beispielsweise Neubau oder Kombination aus Neubau und Bestandsausbau – berücksichtigt werden. Im Bund scheint jedoch der Neubau favorisiert zu werden.
Die Bürgerinitiativen regten ein Dialogforum an, wie jüngst bei der Alpha-E-Trasse, die eine höhere Taktung von Zügen zwischen Nienburg und Wunstorf vorsieht. Der Staatssekretär habe dies sehr wohlwollend aufgenommen, sagt Schroth. Ihm sei daran gelegen, dass Betroffene zu Beteiligten werden. 40 000 Bürger haben laut Ferlemann bereits ihre Bedenken geäußert. Der BVWP sei hunderttausende Male aus dem Internet heruntergeladen worden. „Ich finde das super“, freut er sich über das große Interesse, vor allem von so vielen „normalen Bürgern“. Einige Vorschläge würden sich später sicherlich in den Planungen wiederfinden.
Die seit 15 Jahren gegen die Trasse kämpfend BI Munzel hätte gern bald einen Schlussstrich unter die Planungen gezogen. „Doch danach sieht es nicht aus. Wir werden weiter kämpfen müssen“, betont Schroth. In irritiert zudem, dass zum Beispiel für Seelze bei der Planung alte Karten benutzt worden seien, in auf denen der neue Stadtteil Seelze Süd noch nicht vorhanden ist: „Für die Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit hat das einen erheblichen Einfluss. Zusätzlicher Lärmschutz ist teuer.“ Der Ausbau der Bahn sei notwendig. Doch die Lasten sollten gleichmäßig verteilt werden, ergänzt er.

Von Rita Nandy und Jörg Rocktäschel

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