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Bantorfer Spielhallen dürfen vorerst bleiben

Bantorf Bantorfer Spielhallen dürfen vorerst bleiben

Der neue, in seinen Regeln deutlich verschärfte Glücksspielstaatsvertrag wird vorerst keine Auswirkungen auf den Bestand der Spielhallen in der Deisterstadt haben. Die Barsinghäuser Stadtverwaltung hat den beiden großen Spielhallen an der Bantorfer Schortenbreite auf Antrag Härtefallregelungen zugebilligt. Damit ist der Bestand dieser Spielhallen vorerst bis Mitte 2021 gesichert.

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Gauselmann AG-Vorstandsmitglied Dieter Kuhlmann (links) und mehrere weitere Unternehmensvertreter diskutieren in der Bantorfer Merkur-Spielothek mit Freidemokraten über die Auswirkungen des neuen Glücksspielstaatsvertrages.

Quelle: Andreas Kannegießer

Bantorf. Im Zuge des ab Mitte 2017 gültigen neuen Staatsvertrags soll in Niedersachsen eigentlich ein Mindestabstand von 100 Metern zwischen zwei Geldspielstätten durchgesetzt werden. In Bantorf sind die Merkur-Spielothek und die benachbarte Vegas 24-Spielhalle allerdings nur von der Fahrbahn der Schortenbreite voneinander getrennt.

Die Landeshauptstadt Hannover hat bereits gelost, welche Spielhallen weichen sollen, die Entscheidung aber offenbar noch nicht rechtsgültig durchgesetzt. Bei einem Gespräch mit Barsinghäuser Freidemokraten in der Bantorfer Merkur-Spielothek berichteten Vertreter des Betreibers Gauselmann AG am Mittwoch, dass in Niedersachsen erst sehr wenige Kommunen endgültig über die Zukunft strittiger Spielhallen entschieden hätten. Die meisten hätten von den Ermessensregeln Gebrauch gemacht, die der Staatsvertrag zulasse – wie auch die Barsinghäuser Stadtverwaltung.

„Der Bürgermeister hat richtig entschieden“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Klockow und berichtete, dass die Ratsfraktionen Lahmann in dieser Frage den Rücken gestärkt hätten. Für die Stadt Barsinghausen geht es nicht zuletzt um viel Geld: Die Einnahmen aus der Spielgerätesteuer haben jüngst erstmals die Millionengrenze pro Jahr überschritten. Ein erheblicher Anteil davon stammt allein von den beiden Bantorfer Betrieben an der Autobahn.

Im Gespräch erläuterten Gauselmann-Vorstandsmitglied Dieter Kuhlmann und Konzernsprecher Mario Hoffmeister, dass ihr Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternehme, um Problemen mit Glücksspielsucht vorzubeugen. „Ja, es gibt Betroffene, aber von denen wollen wir kein Geld“, betonte Kuhlmann. Die Mitarbeiter seien intensiv geschult und würden Menschen mit problematischem Spielverhalten gezielt ansprechen. Neben allen Merkur-Automaten in Bantorf liegen Broschüren griffbereit, in denen Verhaltenstipps gegeben werden und die Adressen der nächstgelegenen Suchtberatungsstellen aufgeführt sind. Hoffmeister nannte als Argument für den Fortbestand von Spielhallen die dort mögliche soziale Kontrolle. Im Internet dagegen könnten Betroffene ohne Limit spielen. Ein Drittel aller Glücksspielumsätze werde dort bereits „völlig illegal“ abgewickelt.

Von Andreas Kannegießer

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