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300.000-Euro-Spende für Elternverein

Barsinghausen 300.000-Euro-Spende für Elternverein

Eine großzügige private Zuwendung ermöglicht der Interessengemeinschaft (IG) Eltern Behinderter, ihr lange erträumtes Bauprojekt an der Rehrbrinkstraße schneller als gedacht zu realisieren

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Vor dem Wohnheim
der Diakonie ist viel Platz für die geplante Begegnungsstätte und die Kreativwerkstatt.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Neben dem Wohnheim der Diakonie Himmelsthür entstehen eine Kreativwerkstatt und eine Begegnungsstätte, die auch für öffentliche Veranstaltungen nutzbar sein soll. „Wir haben den Bauantrag für die beiden Gebäude eingereicht“, sagt IG-Vorsitzende Ursula Goldschmidt. Der Eltern-Selbsthilfeverein will in das Projekt rund 400 000 Euro investieren und hofft auf einen Baubeginn noch in diesem Jahr. Von den Kosten seien 330 000 Euro bisher abgedeckt, sagt Goldschmidt.

Allein 300.000 Euro hat die Düsseldorferin Hilde Leinung für das Vorhaben zur Verfügung gestellt. „Sie ist die Tante eines Heimbewohners“, berichtet die IG-Vorsitzende. Bereits im vergangenen Jahr habe die 91-jährige Dame die Interessengemeinschaft unterstützt und eine fünfstellige Summe für einen VW-Bus gespendet. Die IG-Mitgliederversammlung hat auf die erneute Zuwendung bereits reagiert: Laut Beschluss soll die Begegnungsstätte den Namen Herbert-und-Hilde-Leinung-Haus tragen.

Die Kreativwerkstatt und die Begegnungsstätte werden auf einem 900 Quadratmeter großen Grundstück zwischen dem Wohnheim der Diakonie und der Rehrbrinkstraße entstehen. Das Areal befindet sich bereits seit längerer Zeit im Besitz der Interessengemeinschaft, wie Goldschmidt berichtet. Die beiden neuen Gebäude mit Satteldächern werden in L-Form gebaut, sodass zwischen den Neubauten und dem Diakonie-Wohnheim ein großzügiger Innenhof entsteht, der zusätzlich für Aktionen und Begegnungen genutzt werden kann. Nach Angaben der IG-Vorsitzenden hat das Werkstattgebäude einen großen Raum mit rund 50 Quadratmetern Nutzfläche. Die lang gestreckte Begegnungsstätte weist insgesamt 120 Quadratmeter Fläche auf. Es gibt zwei Gruppenräume und zwei Büros. „Die Interessengemeinschaft wird ihren Sitz in dem neuen Gebäude haben“, kündigt Goldschmidt an. Kreativwerkstatt und Begegnungsstätte werden durch einen Gang miteinander verbunden.

Eine Besonderheit ist die Bauweise aus speziellen Holzständerelementen. Das spare nicht nur Kosten, sondern ermögliche auch umfangreiche Eigenleistungen. „Unsere Behinderten sollen beim Bau mitwirken“, sagt die IG-Vorsitzende. Unter Anleitung könnten diese die Elemente zusammenstecken oder auch Malerarbeiten übernehmen. „Das wird ihr Haus.“ Bei der Gestaltung der Außenanlagen setzt die IG auf eine Kooperation mit der Kunstschule Noa Noa, mit der der Elternverein seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet.

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