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Eine Stadt greift nach dem Pokal

Barsinghausen Eine Stadt greift nach dem Pokal

Mit einem tollen Video verdienen sich zehn Clubs den Besuch der WM-Trophäe am Montag. Nach gerade einmal 45 Minuten war das dreiminütige Video im Kasten.

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Uwe Ingenhaag (oben von links), Mirko Dismer und Friedhelm Dreier sowie Fritz Diener (unten links) und Markus Bettac greifen gemeinsam nach dem WM-Pokal.

Quelle: Björn Franz

Barsinghausen. Ein bisschen schmunzeln muss Friedhelm Dreier schon, wenn er an die Dreharbeiten zurückdenkt. „Ich musste mich sogar in ein ziemlich enges, altes Trikot des TSV Egestorf zwängen“, sagt der 70-Jährige, den viele am Deister nur „Pino“ rufen. Nicht nur deshalb herrschte in der Kabine vor den Filmaufnahmen zu dem Video, mit dem sich die zehn Barsinghäuser Fußballvereine erfolgreich um den Besuch des WM-Pokals in ihrer Stadt bewarben, eine geradezu ausgelassene Stimmung. „Wir haben uns alle zusammen umgezogen, und viele haben plötzlich gemerkt, dass sie sich ja von früher kennen“, verrät Mirko Dismer.

Der Kapitän des Oberligisten 1. FC Egestorf/Langreder lockte für die Dreharbeiten, bei denen Kicker von heute und aus der Zeit des ersten deutschen WM-Siegs 1954 gemeinsam auftraten, seine beiden Großväter vor die Kamera - Dreier und den 79-jährigen Fritz Dismer. Und zwar mit einem Trick. „Ich habe ihnen lediglich gesagt, wir wollten ein gemeinsames Foto machen“, verrät der Enkel.

Der Vorschlag, in dem Video eine Generationen übergreifende Geschichte zu erzählen, kam vom VfV Hohenbostel. „Da war dann schnell die Idee geboren, mit 1954 zu spielen, als die deutsche Mannschaft nach dem Titelgewinn ja ohne Pokal nach Barsinghausen gekommen war“, erklärt VfV-Spartenleiter Uwe Ingenhaag. „Eine tolle Idee mit toller Umsetzung - das war einfach nicht zu schlagen.“

Dabei lief den kreativen Fußballern ein wenig die Zeit davon, denn die Bewerbungsfrist rückte immer näher. So war es ein Glücksfall, dass beim TSV Kirchdorf mit Pascal Bade ein echter Filmprofi spielt. „An dem Abend, an dem ich ihn vorgeschlagen habe, wusste er noch gar nichts davon“, verrät TSV-Spartenleiter Markus Bettac. „Aber er hat dann sofort zugesagt.“ Und nach gerade einmal 45 Minuten war das dreiminütige Video im Kasten.

Der Schlüssel zum Erfolg war letztlich aber wohl, dass sich die zehn Clubs für die Bewerbung zusammengetan haben. „Es ist ja nicht so, dass das Zusammenspiel der Vereine immer ideal gewesen wäre“, meint Dreier. Doch für die wahrscheinlich einmalige Chance, den WM-Pokal einmal nach Barsinghausen zu holen, sprangen die sportlich sonst rivalisierenden Fußballer über ihre Schatten. Und bekommen dafür nun am Montag die Belohnung.

Bereits am Sonntagabend beginnt das bunte Rahmenprogramm, das die Clubs mit Unterstützung des Niedersächsischen Fußballverbandes rund um den Besuch des WM-Pokals auf die Beine gestellt haben. Um 18.30 Uhr (der Eintritt ist frei) trifft im August-Wenzel-Stadion ein Team, für das jeder der zehn Vereine zwei Spieler nominieren durfte, auf eine NFV-Auswahl. Am Montag steht ab 10 Uhr zunächst der nichtöffentliche Teil an. Ab 13 Uhr dürfen dann die ausgewählten Vereinsvertreter den Pokal ansehen. Für alle anderen Besucher gibt es von da an bis 21 Uhr ein Rahmenprogramm mit Musik, Torwandschießen, dem DFB-Mobil und vielen anderen tollen Aktionen, die sich rund um den Fußball drehen.

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