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Soziales Kaufhaus ist Vorbild

Barsinghausen Soziales Kaufhaus ist Vorbild

Das Soziale Kaufhaus in Barsinghausen ist für andere Kommunen ein Vorbild. Bei einem Besuch in dem Gebrauchtmöbelkaufhaus kündigte Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf an, Möglichkeiten für ein ähnliches Angebot zu prüfen.

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Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf (rechts) sieht sich mit seinem Fachdienstleiter Soziales Ralf Geide (von links), Sabine Bargfrede und Andreas Volkmann im Sozialen Kaufhaus um.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. „Immer häufiger werde ich auf ein Soziales Kaufhaus angesprochen“, sagte Mittendorf Mittwoch beim Rundgang durch die Verkaufsräume an der Bahnhofstraße. „Ich könnte mir gut vorstellen, so etwas auch nach Gehrden zu holen“, betonte er. Er sei beeindruckt von dem Warenangebot und der Größe der Verkaufsfläche. Ein solches Soziales Kaufhaus wäre auch für seine Stadt, die Einwohner und die dort Beschäftigten ein Gewinn. „Das würde sicher gut passen für Gehrden“, sagte Mittendorf.

Das Soziale Kaufhaus in Barsinghausen, das die Labora gGmbH für Arbeit und berufliche Bildung aus Peine im Januar 2014 vom vorherigen Betreiber Jukea übernahm, bietet auf 400 Quadratmetern Fläche Gebrauchtmöbel, Hausrat und Textilien an. Rund 100 Kunden kämen pro Tag, schätzt Filialleiterin Sabine Barg-frede. Zusätzlich zu drei festangestellten Mitarbeiterinnen und zwei Ehrenamtlichen sind zurzeit sechs Langzeitarbeitslose für jeweils 20 bis 30 Stunden pro Woche in der Filiale beschäftigt. „Wichtig ist uns, dass diese Menschen aus der Arbeitslosigkeit herauskommen und eine Perspektive erhalten“, sagte Labora-Betriebsleiter Andreas Volkmann, der auch für die Standorte in Garbsen, Lehrte, Peine und Sarstedt zuständig ist.

Eine Labora-Filiale in Gehrden sieht Volkmann allerdings sehr skeptisch. „Wir müssten darüber nachdenken, ob das geht“, sagte er. „Bei einer Einwohnerzahl von 60 000 weiß ich, dass ein Soziales Kaufhaus gut läuft“, erläuterte Volkmann. „Und 30 000 Einwohner sind eigentlich das Minimum.“ In einer Stadt wie Gehrden mit rund 15 000 Einwohnern sei dagegen fraglich, ob der Betrieb wirtschaftlich sei.

„Ich werde auf jeden Fall Kontakt mit Immobilienbesitzern aufnehmen und prüfen, was da möglich ist“, sagte Mittendorf. „Mir ist wichtig, dass man ins Gespräch kommt“, ergänzte er. In Wennigsen gebe es auch ein Soziales Kaufhaus. Dieses wird von der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Domäne Wennigsen betrieben. „Und Wennigsen ist kleiner als Gehrden“, betonte Mittendorf. Er wolle zusätzlich schauen, ob es Fördermöglichkeiten für ein solches Projekt in Gehrden gibt.

Von Carsten Fricke

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