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Barsinghausen will Image bewahren
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Barsinghausen Barsinghausen will Image bewahren

Die Stadt Barsinghausen sorgt sich um ihr Image in Wirtschaftskreisen, nachdem bekannt geworden ist, dass der frühere ehrenamtliche Wirtschaftsförderer Geld für Beratungsleistungen von der Naturkosmetikfirma Laverana erhalten hat.

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Gegen den früheren Wirtschaftsförderer wird wegen Vorteilsnahme ermittelt.

Barsinghausen. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den früheren Wirtschaftsförderer wegen Vorteilsnahme, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel, am Dienstag bestätigte. Allerdings wolle seine Behörde zunächst abwarten, ob die Verurteilung des Wirtschaftsförderers wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung rechtskräftig werde, sagte Lendeckel. „Wir beobachten, was aus diesem Verfahren wird.“ Vorteilsnahme sei allerdings ein sogenanntes Offizialdelikt, das auf jeden Fall verfolgt werde.

Der Wirtschaftsförderer hatte versucht, den Laverana-Geschäftsführer zu erpressen. Bei dem Prozess zu dieser Straftat war herausgekommen, dass Laverana 25.000 Euro „für Beratungsleistungen“ an den damaligen Wirtschaftsförderer überwiesen hatte.

„Das war auch für die Verwaltung eine große Überraschung“, sagte Verwaltungsvorstand Reinhard Hoffmann, der den Prozess im Landgericht Hannover verfolgt hat. Auch als ehrenamtlicher Wirtschaftsförderer sei der Mann von der Kommune verpflichtet gewesen. „Er durfte weder Geld noch Geschenke von Dritten annehmen.“

Die Stadt wolle die Vorgänge keineswegs zu den Akten legen, betonte Hoffmann. „Wir müssen ein großes Interesse an der Aufklärung haben.“ Ziel müsse es nun sein herauszufinden, ob es weitere Versuche des Wirtschaftsförderers gegeben habe, Geld von Unternehmen zu erhalten. „Wir werden dabei diskret vorgehen“, kündigte Hoffmann an.

Hinweise darauf, dass irgendwann in einem weiteren Fall Geld geflossen sei, gebe es derzeit aber nicht, sagte Hoffmann. „Es geht jetzt auch darum, das Image der Wirtschaftsförderung der Stadt zu bewahren.“

Andreas Kannegiesser/Veronika Thomas

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