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Beim Hospizdienst ist das Geld knapp

Barsinghausen Beim Hospizdienst ist das Geld knapp

Beim Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen ist die finanzielleSituation angespannt: Der Trägerverein ist darauf angewiesen, etwa 80000 bis 100000 Euro jährlich an Spenden einzuwerben, damit der Etat ausgeglichen werden kann.

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Im Trauerraum für Kinder erläutert Aufgefangen-Vorsitzende Anette Giere (Fünfte von links) Gästen von der CDU die aktuelle Situation.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Nach den Worten der Vereinsvorsitzenden Anette Giere hat der im Herbst 2014 eröffnete Anbau an das Lebenshaus in der Hinterkamp-straße die Rücklagen aufgezehrt. „Wir haben ein Defizit mit ins neue Jahr genommen“, berichtete Giere bei einem Gespräch mit Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes. Zudem müssten noch die Außenanlagen rund um den Erweiterungsbau hergerichtet werden. „Den Anbau werden wir bald abgezahlt haben, aber der Außenbereich ist eine Visitenkarte für unsere Einrichtung.“

Die Nachfrage nach Sterbe- und Trauerbegleitung durch den Ambulanten Hospizdienst steigt weiterhin an. Inzwischen kümmern sich fünf hauptamtliche Kräfte sowie 73 ehrenamtliche Helfer um die Betreuung von Sterbenskranken, deren Angehörigen und Hinterbliebenen. Zuletzt habe es 110 Sterbebegleitungen im Jahr gegeben, erläuterten Giere und ihre Mitstreiterinnen Pia Grewenig-Spyra und Johanna Mentzel. Die Betreuungskosten bei der Sterbebegleitung werden von den Krankenkassen erstattet. „Aber das Haus, Ausbildung, Fortbildung und die Trauerarbeit müssen durch Spenden finanziert werden“, betonte Giere.

Insgesamt hat der Ambulante Hospizdienst einen Jahresetat von rund 200000 Euro. Nur etwa die Hälfte davon ist laut Giere durch regelmäßige Einnahmen gedeckt. Weil die Erstattung der Krankenkassen zudem nur einmal jährlich ausgezahlt wird, sei der finanzielle Spielraum im Frühjahr stets besonders gering. „Wir haben jetzt ein Liquiditätsdarlehen vom Kirchenkreis Ronnenberg erhalten“, berichtete Giere.

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