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Bekannte Gesichter auf der Bühne am Spalterhals

Barsinghausen Bekannte Gesichter auf der Bühne am Spalterhals

Die bekannten Schauspieler Suzanne von Borsody und Guntbert Warns haben das Publikum am Sonnabend in der Tragikomödie „Der letzte Vorhang“ im ausverkauften Theater am Spalterhals von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Dem Verein Calenberger Cultour & Co. ist es damit einmal mehr gelungen, hochkarätige Künstler an den Deister zu holen.

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Eindrucksvolle Darbietung: Suzanne von Borsody und Guntbert Warns spielen in der Tragikomödie „Der letzte Vorhang“.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Barsinghausen. Die Szene in dem Schauspiel „Der letzte Vorhang“ zeigt eine Bühne in Probensituation. Ein Ledersofa, ein Tisch und mehrere Scheinwerfer. Schon der Titel lässt erkennen, dass es um Theater, um Schauspieler, ihre Leiden und Laster, um Leidenschaften und Lieben geht. Die holländische Autorin Maria Goos bietet in ihrer Tragikomödie mit ernsten Untertönen punktgenaue Wortgefechte.

Die zwei erfahrenen und passionierten Schauspieler Suzanne von Borsody und Guntbert Warns tauchen auf der Bühne im Theater Am Spalterhals in ihre Rollen regelrecht ein, scheinen dabei Zeit und Raum zu vergessen. Lies (von Borsody) und Richard (Warns) sehen sich nach 20 Jahren wieder. Sie will eine Aufführung ihres früheren Bühnenpartners retten. Einst war er ihre große Liebe, doch sie verließ ihn wegen seiner immer wiederkehrenden Alkoholexzesse.

Schnell holt Lies die Vergangenheit wieder ein. Der Spaß an der Schauspielerei lässt sie an ihrer bürgerlichen Ehe mit einem reichen Arzt zweifeln. Die Proben arten in einen emotionalen Machtkampf zwischen den beiden aus. „Ich errege dich“, sagt er grinsend. Darauf sie kühl und schnippisch: „Du regst mich auf. Das ist etwas anderes.“ Von Borsody und Warns ziehen alle Register ihrer großartigen Charakterisierungskunst. Gemeinsame Erinnerungen werden wach, etwa ein sentimentaler Spaziergang oder ein Abend in Richards Lieblingskneipe. Sie lästern über Kollegen und schlüpfen so mal eben in andere Figuren. Den Darstellern zuzuschauen und zuzuhören ist ein Genuss für das Publikum. Sie springen zwischen einst und jetzt und den Figuren hin und her. Gegen Ende beherrschen leisere, zärtlichere Töne die Szene. Und als der letzte Vorhang fällt, bleibt auf dem Sofa der Blumenstrauß zurück, den Richard Lies überreicht hat. Der Abend endet mit rauschenden Applaus für eine große schauspielerische Leistung.

Von Heidi Rabenhorst

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